Apr 30, 2026
125 Jahre Schillergymnasium – Höhepunkt und Abschluss des Jubiläumsjahrs
Erst schien alles so zu sein wie immer – 24. April, ein offenbar regulärer Freitag startete mit einer Doppelstunde Unterricht nach Plan. Doch eine besondere Stimmung war bereits seit Tagen spürbar, die Vorbereitungen für den großen Abschluss des Jubel-Schuljahrs liefen die ganze Woche neben dem Alltagsgeschäft bereits auf Hochtouren.
125 Jahre Schillergymnasium: das feiern wir! Und zwar seit dem Auftakt am 30.04. des vergangenen Jahres, eben gemäß der Schuljahreslaufzeit zur Gründungszeit – von April bis April. Nun also der große, feierliche Höhepunkt; ein schillernder Feiertag nahm seinen Lauf.
Wer wollte, machte sich um 9:30 Uhr auf dem Weg zur Observantenkirche, wo um 9:45 Uhr der Dankesgottesdienst begann. Susanne Pietsch begrüßte die Teilnehmer:innen und leitete in das Programm ein, das gemeinsam mit Pfarrer Dr. Christoph Nooke zusammengestellt wurde. Neben Johannes Lang (10d) an der Kirchenorgel sorgte der VP-Kurs Q1 unter der Leitung von Christian Meyer mit dem Gospel „Bless the Lord“ für die musikalische Gestaltung, Schüler:innen der 5b warfen in einem dialogischen szenischen Spiel einen dankbaren Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Schillergymnasiums. Auch Nooke betonte in seiner Predigt, dass neben „Pietati – Virtuti – Doctrinae“, dem im Dativ formulierten Schulmotto, auch ein „Gratiae“ nicht zu vergessen sei, die Schule also auch der Dankbarkeit zu widmen.
Um 11 Uhr startete dann der feierliche Festakt am Schillergymnasium. Wer ein Golden Ticket besaß, durfte in der Aula dabei sein: Geladene Gäste aus Politik, Kultur, Verwaltung und dem Umfeld des Schillers füllten neben Schüler:innen, Lehrkräften und Eltern die Stühle bis auf den letzten Platz.
Das Orchester unter der Leitung von Tobias Berthel bereitete einen gelungenen Auftakt mit einer instrumentalen Darbietung von Journeys „Don’t Stop Believin‘“ und Schulleiter Andreas Nowak begrüßte, stellte vor und dankte den Anwesenden gewohnt charmant und pointiert, blickte zurück auf das gelungene Jubiläumsjahr und betonte einzelne Höhepunkte. Er witzelte über anhaltende bauliche Veränderungen und dachte laut über Pädagogisches nach, ohne dabei zwischenzeitlich mit Blick auf Schule in der heutigen Zeit auch ernstere Töne auszulassen.
Die Zirkus AG unter der Leitung von Carina Landers, Katrin Rippolz und Lena Hagenfeld performte anschließend artistisch auf der Bühne und in den Stuhlgängen und beeindruckte damit nicht nur Bürgermeisterin Angela Stähler, die dem Schiller warmherzig ihre Glückwünsche überbrachte und dabei die eine oder andere unterhaltsame Anekdote aus ihrer Zeit als Schillermutter anführte.
Daniil Balukov ließ zusammen mit dem IP-Kurs der Q1 unter der Leitung von Tobias Berthel Gerry Raffertys „Baker Street“ anklingen und überzeugte am Saxophon ebenso wie seine Mitschüler:innen an Bass, Gitarre, Schlagzeug, und Marimbaphon.
Dezernent Dietmar Schade sprach für die Schulaufsicht und gratulierte aus Sicht Friedrich Schillers, der in Schades kreativer Rede im Rahmen einer fiktiven Zeitreise das Schillergymnasium besuchte und mit seinen Augen und Worten beschrieb, was die Schule, deren Motto und Geist ausmache. Fazit: Schiller wäre wohl sicherlich gern aufs Schiller gegangen – nicht nur wegen des Namens.
Die Theater AG der Jgst. 6 unter der Leitung von Theaterpädagogin Franziska Lutz beeindruckte danach mit einem kurzen und intensiven Auszug aus ihrem eigenen Stück „Alle Menschen“, das im Juli aufgeführt werden wird. Die Thematisierung des Zustands unserer Erde diente als nicht abgesprochene Überleitung zu den Vertretern der UNESCO. Generalsekretär der UNESCO Deutschland, Dr. Roman Luckscheiter, gratulierte feierlich und betonte die Eigenschaft des Schillergymnasiums als UNESCO Projektschule, bevor Bundeskoordinator Klaus Schilling die großartige Zusammenarbeit im Netzwerk der UNESCO-Schulen hervorhob.
Im Anschluss wurden dann die besonderen Schillertassen in der Jubiläumsedition überreicht. Susanne Pietsch rief zusammen mit der Vorsitzenden des Fördervereins, Friederike Wentrup, diejenigen auf die Bühne, die an sämtlichen Jubiläumsveranstaltungen teilgenommen und Stempel gesammelt hatten, um eine Jubiläumstasse in Empfang zu nehmen.
Den krönenden Abschluss des Festakts bildeten schließlich das Orchester unter der Leitung von Tobias Berthel und der Erprobungsstufen-Chor unter der Leitung von Marion Männicke mit einer gemeinsamen Darbietung von Schillers und Beethovens „Ode an die Freude“, die dank eingeblendetem Text die voll belegte Aula zum Mitsingen einlud. Ein für alle Anwesenden besonderer musikalischer Moment rundete damit den feierlichen Festakt ab.
Ab etwa 12:30 Uhr strömten die Gäste somit in das Foyer der Aula, wo sie von Schüler:innen der EF mit Getränken und leckerem Fingerfood erwartet wurden. Das gemeinsame Beisammensein wurde begleitet von alten und neuen Begegnungen, zahlreichen Gesprächen, herzlichen Umarmungen und unzähligen Gratulationen.
Parallel fand ab dem Mittag der Aufbau für den Schillersend statt, zu dem die gesamte Schüler:innenschaft die verschiedensten Attraktionen und Jahrmarkts-Kulinaritäten beitrug. Von Crêpes über Kuchen bis Zuckerwatte und Popcorn gab es Lehrkräfte-Dosenwerfen, eine Tombola, Fotobox, einen Escape Room und vieles mehr im Gebäude und auf dem Schulhof zu entdecken und erleben. Highlights waren hier unter anderem die legendäre Schwammwand, auf die sich einige Lehrkräfte und auch Schulleiter Nowak freiwillig einließen, sowie die Geisterbahn der Jgst. EF im ehemaligen Luftschutzraum unter dem Altbau.
Gegen 15:00 Uhr klang der Tag und damit ein besonderes Schiller-Jahr offiziell aus.
125 Jahre Schillergymnasium – das feiern wir, auch weiterhin.
Und wir freuen uns schon auf das nächste Jubiläum.