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Vom 14. bis zum 18. August haben wir, die 10a, einen Segeltörn auf dem IJsselmeer gemacht. Wir steuerten Enkhuizen, einen einsamen Hafen zwischen Lelystad und Enkhuizen, Urk und Kampen an und lernten einiges über das Segeln auf einem Plattbodenschiff. Von Kampen an startete unsere Reise. Wir bestiegen unser Schiff, die Brandaris, mit Skipper Michel und Matrosen Hilko und Hannes und legten ab. Unser erster Stop war Enkhuizen, welches aufgrund von fehlendem Wind unser naheliegendstes Ziel war. Auf dem Weg lernten wir sofort einige Fachbegriffe, wie z.B. die Namen der fünf Segel oder die wichtigsten Knoten. Schnell mussten wir die Segel hissen, welches sich als wahrlich keine einfache Aufgabe herausstellte.

Waren die Segel gehisst, verbrachten wir schöne Stunden in strahlendstem Sonnenschein an Deck. Unsere Klassenfahrt war begleitet von spannenden Doppelkopf-, Uno- und Codenamespartien, die unser Gemeinschaftsgefühl von Anfang an stärkten.

Enkhuizens Schönheit beeindruckte uns alle. Wir gingen einkaufen, kochten, tanzten und schwammen im IJsselmeer. Abends aßen wir zusammen die lecker gekochten Spätzle mit Champignonsoße und genossen die ruhigen Abendstunden.

Von der tummeligen Stadt genug entschieden wir im Klassenrat, unseren nächsten Stopp an einem ruhigen Strand einzulegen, um dort sowohl zu schwimmen als auch Kanu und Motorboot zu fahren. Nach dem Abendessen setzten wir uns alle raus und bestaunten den wunderschönen Sternenhimmel und die Sternschnuppen, die in diesen Tagen keine Seltenheit waren.

Die kleine, typisch niederländische Stadt Urk war unser dritter Stopp. Wieder gingen wir einkaufen, schwammen im IJsselmeer und machten Fotos von dem bezaubernden Sonnenuntergang. Abends klickten wir – wie immer die von Frau Heiny gemachten Fotos durch und mussten oft herzlich über die witzigen Schnappschüsse lachen. Morgens gingen unsere Frühaufsteher noch einmal schwimmen, bevor wir, jetzt aber mit guten Wind, Urk verließen und anfingen richtig zu segeln. Unsere Gruppe teilte sich in Segler und Schnibbler, die uns mit gutem Essen erwarteten. Die Segler, unter Leitung von Matrose Hannes, wendeten das Schiff mehrfach, bis wir unseren Anfangshafen Kampen wieder ansteuerten. Unseren letzten Abend verbrachten wir auf einem Stadtfest, wo wir noch einmal richtig Spaß beim Tanzen hatten.

Heute – am Abreisetag – hat unser Tag mit einem leckeren Früstück begonnen, gefolgt von einer Reflexion und dem lange verschobenen Klassenfoto. Kurz darauf begann das gemeinschaftliche Putzen von Toilette und Dusche bis Oberdeck und Zimmer. Und hier sitzen wir jetzt, während die anderen noch die letzten Sachen säubern und warten auf unseren Bus.

Müde, aber glücklich fahren wir heute wieder in die Heimat. Wir nehmen eine Menge Erinnerungen und Erfahrungen mit und können einen Segeltörn auf der Brandaris jeder Klasse empfehlen. Trotz kleiner Räume und fehlender Spülmaschine können wir schon jetzt auf eine tolle Fahrt zurückschauen.

(Joachim Hansberger und Ida Kapusta)