Kunst am Schiller
Was ist Kunst? Wenn ich es wüßte, würde ich es für mich behalten" (Pablo Picasso)
Unsere visuell und ästhetisch geprägte Kultur findet ihren Ausdruck in vielerlei gestalteten kreativen Handeln. Am Schillergymnasium bemühen wir uns durch viele schulische und außerschulische Angebote das ästhetische Interesse an bildnerischer Gestaltung zu wecken und zu fördern. In diesem Sinne erproben wir den Umgang mit künstlerischem Handeln.
Das Schillergymnasium bietet mit seiner zentralen Lage viele Möglichkeiten, Kunst außerhalb des Kunstraums zu erfahren. Unterrichtsgänge führen die Schülerinnen und Schüler u.a. ins Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, in das Picasso-Museum und zur Jahresausstellung von Studentenarbeiten der Kunstakademie. Auch die Ausstellungshallen am Haverkamp sind gut zu erreichen.
Die Auseinandersetzung mit außerschulischen Angeboten dient der Inspiration und der Entwicklung der eigenen Fähigkeiten. Der Schwerpunkt des Faches Kunst liegt jedoch im selbstständigen kreativen Handeln. Spielen lernt man nur durch Spielen, gestalterische Tätigkeiten nur durch das Gestalterisch-Tätig-Sein.
Für die praktische Arbeit stehen den Schülerinnen und Schülern zwei Fachräume zur Verfügung, die mit Computer und Beamer ausgestattet sind. Ein Brennofen ist vorhanden und die Anschaffung einer Druckpresse ist geplant.
Neben der digitalten Bildbearbeitung ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit der Medien-AG auch Möglichkeiten filmtechnisch zu arbeiten.
"Ideen sind nur Ausgangspunkte. Um zu wissen, was man zeichnen will, muss man zu zeichnen anfangen" (Pablo Picasso)
Aufgabe des Faches Kunst ist es, Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, unsere visuell geprägte Kultur reflektierend und kritisch zu begreifen und mit zu gestalten.
In die praktische Arbeit die eigene Wahrnehmung, die eigenen Gedanken und Gefühle einfließen zu lassen, bildet ein Fundament. Die fantasievolle Gestaltung und mit zunehmenden Alter auch der differenzierte Umgang mit der Umwelt bieten somit verschiedenen Zugangsweisen zu ästhetischen Erfahrungen. Einige aktuelle Beispiele der verschiedenen Klassenstufen repräsentieren die Ergebnisse.
"Wir geben der Form und der Farbe die ihnen eigene Bedeutung, soweit wir sie sehen können; in unseren Themen wahren wir die Freude der Entdeckung, das Vergnügen am Unerwarteten; unser Thema an sich muß eine Quelle des Interesses sein." (Pablo Picasso)
Sekundarstufe I
Klasse 5

Die Schülerinnen und Schüler knüpfen an die Erfahrungen der Grundschulzeit an. Inhaltlich beschäftigen sie sich mit Grund- und Mischfarben, mit Farbverwandtschaften und erproben verschiedene Techniken, wie Malen, Zeichnen oder Collagieren. Einfache Mittel führen zur Darstellung von Raum und Fläche, orientiert an realer Umwelt, Fabeln, Märchen oder anderen Erzählungen.
Klasse 6
Aufbauend auf die Farb- und Darstellungsmöglichkeiten werden Bildfindungsprozesse geübt.

Variationen von Duktus und Motivanschnitten kommen hinzu. Ein Beispiel für Überdeckungen, Überlappungen und Bildorganisation sind das Verstecken und Auftauchen von Motiven im Urwald.
Darüber hinaus werden erste Druckverfahren geübt (beispielsweise Linoldruck) sowie plastisches Arbeiten (beispielsweise mit Ton, Basteldraht).
In den Klassen 5 und 6 wird Kunst zweistündig unterrichtet.
Zur Unterstützung setzen wir das Lehrbuch „Kunstbuch 1“ von Schöningh ein.
Klasse 7 & 8
In den Klassenstufen 7 und 8 findet der Kunst
unterricht als so genannter Epochenunterricht statt. Das heißt, ein Halbjahr lang wird zweistündig Kunst unterrichtet, im anderen Halbjahr Musik.
Schwerpunkte liegen nun auf die Wirkung von Farbe, Farbkontrasten und Farbkompositionen. Zur die in der Erprobungsstufe (Klasse 5 und 6) entwickelten Fähigkeiten der Bildbesprechung kommen nun Ü
bungen der Bildanalyse hinzu. Umgestaltungen von Bildern von van Gogh, Mark oder Macke bieten sich an, da sie durch ihren Bekanntheitsgrad an die Erfahrungswelt der Jugendlichen anknüpfen. Hinzu kommen zeichnerische Verfahren sowie eine erste Auseinandersetzung mit medialer Bildgestaltung, beispielsweise in Form von Plakaten oderCD-Covern.

Zur Unterstützung setzen wir das Lehrbuch „Grundsteine Kunst 1 & 2“ von Schöningh ein.
Klasse 9
Die zweidimensionalen Darstellungsfertigkeiten werden erweitert durch zeichnerische Übungen zur Fluchtpunktperspektive. Hiermit können nicht nur Bühnenräume oder eigene Wunschzimmer gestaltet werden, sondern auch Alleen, Straßenzüge. Formschraffuren und Zeichnungen vor dem Modell werden plastischer, die Auseinandersetzung mit den Naturalismuskriterien thematisiert auch zugrunde liegende Wirklichkeitskonzepte.
Sekundarstufe II
Einführungsphase
Zurzeit sind die Klassen 10 und 11 in der so genannten EF (Einführungsphase) zusammen. Aufbauend auf die syntaktischen Aspekte der Bildorganisation sind phantastische Wirklichkeitskonzepte beispielsweise dadurch realisiert, dass für die Gestaltung „In einer anderen Welt“ verschiedene technische Verfahren (Fotografie, mediale Bildbearbeitung, Malen, Zeichnen) in einem Werk zusammen geführt sind.
Weitere praktische Verfahren (plastisches Arbeiten) finden in der Auseinandersetzung mit Mythen und Sagen statt, indem erste Reliefs gestaltet werden oder gemeinsam ein Fries geschaffen wird.
Oberstufe
Stufe 12
In der Oberstufe wird Kunst in dreistündigen Grundkursen unterrichtet. Seit dem Schuljahr 2010/2011 gibt es erstmalig einen Leistungskurs Kunst, der von 13 Schülerinnen/ Schülern besucht wird.- Der LK erfolgt in Kooperation mit dem Pascal-Gymnasium und wird von Frau Herrmann durchgeführt. Zur Zeit besuchen fünf Pascal-Schüler/innen den Kurs , der in den Räumlichkeiten des Schillergymnasiums stattfindet.
Die Arbeit in den Oberstufenkursen ist einerseits bildnerisch-praktisch. Ergänzend und vertiefend werden verschiedene Bereiche der Bildenden Kunst, einzelner Epochen, einzelner Künstlerpersönlichkeiten, unterschiedliche Techniken und verschiedene Bildanalyseverfahren erarbeitet. Neben kunstgeschichtlichen Analysen werden gesellschaftliche und politische Zusammenhänge in Ihrer Wechselwirkung mit Kunst untersucht.
Die thematische Arbeit ist in der Oberstufe jeweils an den Vorgaben zum Abitur orientiert. So entstanden in diesem Jahr sehnsuchtsvolle Blicke aus dem Fenster (Leistungskurs) oder die Suche nach der eigenen Zukunft (Grundkurs) in Anknüpfung an die Romantik Caspar David Friedrichs. In der Beschäftigung mit den Naturvorstellungen und der Arbeitsweise Cézannes zitiert der Leistungskurs „Badende“. Die plastische Arbeit setzt sich mit dem Bild des Menschen in der italienischen Renaissance auseinander.





Stufe 13
Das neue Selbstbewusstsein in der Malerei Holbeins d. J. erfordert im Vergleich zum aktuellen Selbstbewusstsein erfordert die empathischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Eine Gegenüberstellung erleichtert dabei den Zugang. Selbstinszenierung und dadurch Schaffung von Identitäten, ist einer der Hauptaspekte in Cindy Shermanns Werk. Sich selbst zu inszenieren, dabei verschiedeneste Mittel zu nutzen, zu fotografieren oder auch zu filmen, mit Beleuchtung umzugehen, Schminke und Kostüme einzusetzen ist ein neues Metier und bereitet viel Spaß in der Planung und Umsetzung. (Foto folgt)
Für die Oberstufe wurden folgende Arbeitsbücher angeschafft:
„Grundkurs Kunst 1 und 2“ von Schroedel:


| Kammerlohr, „Themen der Kunst, Plastik“, Verlag Oldenburg | Nachschlagwerk: „Duden, Kunst“, Verlag, Duden, Paetec |
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