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Begegnungen im Jahr 2011

Dezember 2011: Französische Gäste am Schiller

In der Zeit vom 1.-8. Dezember 2011 besuchten 20 Schülerinnen und Schüler aus Périgueux (Dordogne) ihre deutschen Gastgeber vom Schillergymnasium. Gemeinsam genossen sie die Adventszeit in den Familien, in Münster und Umgebung. Die Nikolaustraditionen, die Weihnachtsmärkte und die Eishalle fanden großen Anklang.
Während die deutschen Partner den Unterricht besuchten, erkundeten die französischen Gäste zusammen mit ihrer Deutschlehrerin Frau Gil und ihrer Geschichtslehrerin Frau Chautar die Stadt Münster und den Allwetterzoo, Burg Vischering und Lüdinghausen, Osnabrück und das Felix-Nussbaum-Museum. Auch der deutsch-französische Sportnachmittag und die Plätzchenbackaktion in der Schule begeisterten alle Beteiligten.
Der tränenreiche Abschied am Donnerstagabend zeigte, wie enge Kontakte die dreizehn bis vierzehn Jahre alten Deutschlerner trotz sprachlicher Barrieren während ihrer Zeit in den sehr engagierten Gastfamilien knüpfen konnten.
Nun freuen sich die Teilnehmer auf das Wiedersehen im Mai nächsten Jahres in Périgueux, wenn sich zum vierten Mal die Schilleraner auf den Weg zum Collège Anne Frank machen.


Mai 2011: Schilleraner in Périgueux (Frankreich) - Reisebericht

Vom 11. bis 19. Mai 2011 waren 22 SchillerschülerInnen bei ihren AustauschschülerInnen in Périgueux zu Gast. Begleitet wurden sie von ihren beiden Französischlehrern.

Nach einer langen Anreise wurden alle von der Schulleitung und den gastgebenden Familie willkommen geheißen. Schnell wurde der Partner, der im April in Münster zu Besuch gewesen war, wiederentdeckt und herzlich mit französischen Küsschen begrüßt. Nachdem er seine Familie vorgestellt hatte, ging es dann erwartungsvoll ins „neue Zuhause auf Zeit“.
Der erste Tag war ein langer Unterrichtstag von 8.20 bis 17 Uhr, wie ihn die Franzosen halt regelmäßig erleben: 55minütige Unterrichtsstunden, gemeinsames Mittagessen in der Kantine und Nachmittagsunterricht. Spätestens als sich für die französischen Partner dann auch noch Hausaufgaben anschlossen, waren jedem die Vorzüge des deutschen Schulsystems deutlich.
Am Freitag fuhren deutsche und französische Schüler gemeinsam zur Atlantikküste und genossen bei bestem Urlaubswetter die mit 117 Metern höchste Düne Europas „Dune du Pyla“, die einen wunderschönen Ausblick bot und an deren Fuß die Teilnehmer ihre Füße im Atlantik abkühlten. Herrlich! Einige sammelten Muscheln, andere fotografierten oder kullerten sich die Düne hinunter. Eine Bootsfahrt im Becken von Arcachon rundete den sehr gelungenen Ausflug ab.


Am Wochenende vergnügten sich alle in ihren Gastfamilien, die häufig gemeinsam mit anderen „Austauschpaaren“ Aktionen geplant hatten: Kino, Schwimmbad, Radtour, Bowling, Shoppen, Familienfeiern und anderes.
An den folgenden Unterrichtstagen erkundete die deutsche Gruppe Périgueux bei Stadtführungen, mit einer Fotorallye, Museumsbesuchen und Quizbögen. Ein Schwerpunkt war dabei der gallo-romanische Ursprung der Stadt, der an Resten des Amphitheaters und des Tempels sowie im Vesunna-Museums verdeutlicht wurde.
Die SchülerInnen besuchten auch die Abtei in Chancelade und das riesige Einkaufszentrum, welches nicht nur durch sein Angebot an Frischfisch beeindruckte.
Am letzten Tag erforschten die Schüler den Wochenmarkt in Saint-Astier und entdeckten tolle Angebote wie „zehn Croissants für 2 Euro“, aber auch lebende Tiere, die für den späteren Verzehr gedacht waren, z. B. Fische und Entenküken. Dies rief die Tierschützer auf den Plan und einige überlegten, ob sie nicht doch lieber Vegetarier werden sollten...


Nach einem schönen Picknick am Flussufer lernten die Schüler Frankreich von unten kennen. Mit dem Reisebus fuhr die Gruppe untertage in den Steinbruch einer Kalkfabrik und erhielt dort bei Dunkelheit und kühlen 15 Grad interessante Eindrücke. Der Fremdenführer erklärte die Arbeit mit den Maschinen dort, die die 400 Sprengungen pro Jahr vorbereiten und das gewonnene Gestein weiterverarbeiten.
Abends gab es Abschiedstränen, als sich die deutsche Gruppe auf den Heimweg machte. Die Zeit war so schön und die Distanz ist so groß! Erschöpft und voller Eindrücke von einem sonnigen Frankreichaufenthalt kamen die Schillerschüler am Freitag wieder in Münster an.

April 2011: Französische Austauschschülerinnen und –schüler am Schiller zu Gast

In der Zeit vom 31. März bis 7. April 2011 haben die gastgebenden Familien des Schillergymnasiums 22 junge Deutsch-Lernende aus Périgueux (Foto) empfangen. Die Jugendlichen fühlten sich in den Gastfamilien pudelwohl, genossen die Gastfreundschaft und die von den Familien organisierten Aktivitäten wie z.B. Send-Besuch, Tretbootfahren auf dem Aasee und Grillen. Insbesondere gemeinsame Aktivitäten mit anderen AustauschschülerInnen und deren Gastgebern kamen gut an.


Während die deutschen Partner den Unterricht besuchten, erkundeten die französischen Gäste mit ihren beiden begleitenden Lehrerinnen die Stadt Münster mit Friedenssaal und Stadtmuseum, schauten hinter die Kulissen der Städtischen Bühnen Münster und wanderten auf den Spuren der Annette von Droste Hülshoff, die sie in das Rüschhaus führten.
Sie erlebten mit ihren AustauschpartnerInnen das gemeinsame Mittagessen in der Schiller-Cafeteria und die deutsch-französischen Sportspiele sowie einige Unterrichtsstunden.
Höhepunkt des Besuchsprogramms war der Tagesausflug nach Köln. Nach der Zugfahrt lernten die französischen Jugendlichen bei einer französischen Führung die „Wiege des Eau de Cologne“ im Farina-Haus kennen, besuchten den Kölner Dom und erklommen ihn. Auch das Shoppen kam natürlich nicht zu kurz.
Am letzten Tag zogen die französischen Gäste ein durchweg positives Resümee ihres Aufenthalts in Münster und gestalteten für ihre PartnerInnen zwei Plakate als Dankeschön. Als es am Donnerstagabend Abschiednehmen hieß, verband sich mit dem „Au revoir“ auch die Vorfreude auf das Wiedersehen am 11. Mai beim Gegenbesuch in Périgueux. Die deutschen Französisch-SchülerInnen aus den Klassen 7-9 werden dann den Alltag ihrer PartnerInnen, deren Familien und Freunde und die schöne Dordogne kennenlernen.