Begabtenförderung am Schiller
"Lernen ist die Brücke zwischen hoher Begabung und exzellenter Leistung."
Dieser Satz von F. Weinert charakterisiert den Umgang mit dem Phänomen Hochbegabung an dieser Schule. Hochbegabungen oder auch Begabungen sind zunächst als Potentiale angelegt. Damit sich daraus wirklich Leistung manifestiert, sind Lernphasen erforderlich. Diese müssen durch die Umwelt, d.h. die Schule, das Elternhaus und Freunde geboten werden.
Hochbegabte Schüler besitzen eine schnelle Auffassungsgabe, gute Lernfähigkeit und eine hohe Gedächtnisleistung. In den Übungsphasen des Unterrichts tritt häufig eine Unterforderung dieser Schüler auf, sie verlieren das Interesse am Fach bzw. am Lernen. Hier setzt die Förderung der Schule an.
Erstens bietet die Schule den Kindern die Möglichkeit der Akzeleration, des so genannten beschleunigten Lernens. Das bedeutet, dass die Schüler Klassen überspringen können, um die Schule wieder als Herausforderung anzusehen.
Eine weitere Möglichkeit besteht in den Enrichment-Angeboten der Schule. Dieses so genannte "Vertiefte Lernen" geschieht einmal durch die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften . Weiterhin finden Wettbewerbe statt, die sowohl innerschulisch als auch international durchgeführt werden. Schüleraustausche fördern die sprachliche und soziale Kompetenz dieser Schüler.
Eine weitere Möglichkeit des vertieften Lernens besteht darin, in der Klasse 6 zwei Fremdsprachen gleichzeitig lernen zu können (sogen. Drehtür-Modell). Statt vier Wochenstunden, die zum Lernen einer neuen Sprache angesetzt sind, können die Schüler die beiden angebotenen neuen Fremdsprachen gleichzeitig lernen, wobei sie i. d. R. pro Sprache zwei Wochenstunden belegen; sie fühlen sich somit in den Übungsphasen nicht unterfordert, verlieren nicht die notwendige Motivation zum Lernen und bleiben ihrem für sie häufig wichtigen Sozialgefüge der Klasse erhalten.
Im Lernzentrum können Schülerinnen und Schüler für den Unterricht oder auch außerhalb desselben an Projekten arbeiten: ihnen steht Fachliteratur zur Verfügung und an insgesamt 6 PC-Arbeitsplätzen können sie Internet-Recherchen anstellen.
