Aktuelles

 

Ein Abend mit Dany Bober am Schillergymnasium 06.12.2012

Ein bunter Abend, der gekennzeichnet war vom Wechsel zwischen geschichtlichen Aspekten und kurzweiligen, z.T. biblischen Liedern, erwartete alle Gäste, die in die Aula gekommen waren, um Zeit mit Dany Bober zu verbringen.

Bober führte an diesem Abend quer durch die jüdische Geschichte. Sowohl hebräisches als auch jiddisches Liedgut unterbrachen dabei in kurzweiliger Form die große geschichtliche Zeitspanne, die Bober von vor Jesu Geburt bis in die heutige Zeit zog. Neben der Bedeutung Jerusalems für die jüdische Geschichte oder die Folgen des vierten Laterankonzils, das das jüdische Leben stark einschränkte, verstand Bober es auch sehr humorvoll Sprachgeschichte zu vermitteln, indem er die Entwicklung des Judenteutschen aus dem Mittelhochdeutschen ebenso aufgriff wie die Entstehung des Jiddischen. Immer wieder zitierte er Psalmen, z.T. auch unterstützt von Gitarrenbegleitung in musikalischen Neuvertonungen. Sehr gelungen bezog er auch das jugendliche Publikum in seinen Vortrag ein und verdeutlichte durch viele Anekdoten die Nähe von Christentum und Judentum. Ein Plädoyer für Toleranz, das die Schülerinnen und Schüler der Oberstufenkurse des Schillergymnasiums ebenso beeindruckte, wie alle anderen Besucher, die den Weg in die Aula gefunden haben.

Besuch aus Amsterdam: Deutsch-niederländischer Schüleraustausch 05.12.2012

Vom 28. bis zum 30. November waren 20 niederländische Schülerinnen und Schüler zu Besuch in Münster. Im Rahmen des jährlichen Schüleraustausches mit unserer Partnerschule Hervormd Lyceum Zuid in Amsterdam wohnten sie bei ihren Gastgebern aus den Niederländischkursen der Q1 vom Schillergymnasium. Auf dem Programm standen u.a. ein Besuch im Friedenssaal mit Empfang durch den Bürgermeister (siehe Foto), ein Besuch des Weihnachtsmarktes, des Hauses der Niederlande und des Stadtmuseums und nicht zuletzt das ‘ganz normale’ Leben zu Hause in den Familien. Umgekehrt werden die deutschen Schüler/innen im kommenden März drei Tage im niederländischen Familien- und Schulalltag in Amsterdam verbringen.

UNICEF-Konzert am Schillergymnasium: vielfältiges Programm mit tollen Künstlern, volle Aula, begeisterte Besucher 01.12.2012

Für „Schulen in Afrika“ zeigten junge und ältere Schülerinnen und Schüler des Schillergymnasiums in der vollen Aula auf dem diesjährigen UNICEF-Konzert ihre breite Begabung im musischen Bereich. Eine bunte Mischung aus Beiträgen begeisterte die vielen Besucher restlos. Organisiert und durchgeführt wurde dieser spektakuläre Abend von Musiklehrer Christian Meyer, der überdies neben der Begleitung vieler Stücke durch Instrumenten- und Stimmeinsatz auch das bunte Programm so abwechslungsreich zusammengestellt hatte. Neben einer Reihe klassischer Werke waren die meisten Darbietungen in diesem Jahr der populären Musik entnommen.

Von Soloauftritten über Duette bis  hin zu kleinen Ensembles, von Fünftklässlern über Mittelstufenschüler bis hin zum Vokalpraktischen Kurs der Q1 sowie der A-capella-AG „Optischer Höhepunkt“: bunt gemischt waren auch die Teilnehmer und ihre Gruppen. 

Eröffnet wurde der Abend von der Uppenberger Trompeten- und Schulband, einer Gruppierung der Uppenbergschule, mit der das Schillergymnasium kooperiert.

Das begeisterte Publikum wurde von zwei netten Moderatorinnen, Tamara Schecher und Julika Maiwald, galant von Darbietung zu Darbietung durch diesen vielseitigen Abend geleitet.

Für Standing Ovations sorgten Felix Ketteler-Eising aus der 5c, der mit Adeles „Rolling in the deep“ unglaubliche Stimmnuancen erreichte, und  André Fischer aus der 8a, der in diesem Jahr mit dem selbst geschriebenen Lied  „Growing up“ brillierte. Für Bewegung auf der Bühne waren die „Hip Hop Kids“ unter der Leitung von Martina Pleumann zuständig.

Das dreieinhalbstündige Konzert fesselte die Zuschauer durch ganz unterschiedliche Darbietungen, begleitet von gebannter Stille bis hin zu begeistertem Beifall, und wurde durch Spenden in Höhe von über 700 € gebührend honoriert.

Das ganze Programm unter

Schillergymnasium als "Schule der Zukunft" ausgezeichnet 28.11.2012

Am 31. Oktober wurde das Schillergymnasium von Oberbürgermeister Markus Lewe und Udo Paschedag, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes NRW als Schule der Zukunft ausgezeichnet. Die Auszeichnung nahm Schulleiter Ulrich Gottschalk mit einer Schülergruppe entgegen.

Ausgezeichnet wurde das Projekt: Global Learning - The Global Experience.

The Global Experience gründete sich 2005 aus einem entwicklungspolitischen Schulprojekt am Schillergymnasium und wuchs seither durch seine verschiedenen Internetangebote zu einem dynamischen weltweiten Netzwerk. Heute sind auf der interkulturellen Plattform www.theglobalexperience.org knapp 10.000 Teilnehmer aus 180 Nationen registriert. Gemeinsam mit Partnern aus dem In- und Ausland setzt die Gruppe regelmäßig neue Bildungsprojekte um, so im vergangenen Jahr das internationale Nachwuchs-Journalismus-Portal www.internationalreporters.org oder aktuell das Projekt „Youth in Dialogue“ zur Stärkung des europäisch-arabischen Jugenddialogs.

Projektarbeit vertieft Partnerschaft Schillergymnasium besucht Partnerschule in Lublin 25.11.2012

Stadtrundgang in Lublin: Vor der Kulisse der historischen Altstadt

Ganz im Zeichen deutsch-polnischer Zusammenarbeit stand die 5. Begegnung, die 13 Schiller-Schüler und ihre beiden begleitenden Lehrer für eine Woche in Münsters Partnerstadt Lublin führte. War schon im Vorfeld der Begegnung für die Partnerschulen Schiller und 1. Liceum eine gemeinsame Austausch-Website konzipiert worden, so wurden die Arbeiten daran während des Aufenthalts in Lublin intensiviert:

Einzelne Bereiche, wie z. B. Informationen zur Geschichte des Austauschs, wurden ebenso deutsch-polnisch bearbeitet wie die persönliche Vorstellung der Teilnehmer oder die praktischen Hinweise zu aktuellen Unternehmungen.

Die gemeinsame Arbeit begann schon unmittelbar nach dem freundlichen Empfang in der Schulaula durch den Schulleiter Direktor Ston und den Austauschleiter Pawel Jamro, den die Schüler tags zuvor schon als beeindruckenden Darsteller in einer Bühnenfassung von Dostojewskis „Schuld und Sühne“ erleben konnten. Schon beim Empfang in der Schule wurden die Schilleraner so gut von ihren Gastgebern über die Geschichte, die Struktur und auch die Räumlichkeiten ihrer Schule informiert, dass bei den anschießenden Unterrichtsbesuchen keine Orientierungsschwierigkeiten entstanden.

Als besonderer Einblick in das polnische Nationalbewusstsein erwies sich dann die Teilnahme an der festlichen Aulaveranstaltung aus Anlass der Feierlichkeiten zum polnischen Nationalfeiertag. Hier waren die Schilleraner sehr beeindruckt davon, wie ernsthaft der polnischen Staatsgründung am 11.11.1918 in der von Schülern gestalteten Feier gedacht wurde: Zu den Bildern der kämpfenden Befreiungsbrigaden des Marschalls Pilsudzki und den Klängen der eingespielten Kampfeslieder wurden von den festlich gekleideten Schülern Gedichte und andere Texte zur Gründung des polnischen Staats vorgetragen und sogar gesungen. Waren die deutschen Schüler zunächst etwas irritiert über so viel  „Militarismus“, so ein Schüler, so klärten sich dann derartige Fragen schnell mit den Hinweisen auf die 120-jährige Teilung und die mit der Staatsgründung verbundene neu gewonnene nationale Identität Polens.

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(Manfred Sellmayer)

Fortsetzung des Berichts sowie mehr Fotos unter