Aktuelles

 

Aulaversammlung zum Schuljahresende 19.07.2013


Am letzten Tag des Schuljahres - kurz vor Ausgabe der Zeugnisse - fand in der Aula wieder die traditionelle Versammlung aller Schülerinnen und Schüler statt.

Zunächst informierte die SV die Schulgemeinde über Neuerungen des Schuljahres und Ergebnisse ihrer Aktionen. Insbesondere die Projekttage wurde positiv bewertet.

Zudem riefen beide interessierte Schülerinnen und Schüler auf, sich im nächsten Schuljahr am Aktivkreis zu beteiligen, um so noch mehr Ideen umsetzen zu können.

Eine Kostprobe von den Projekttagen konnten die Schülerinnen und Schüler gleich genießen. Die Bauchtanzgruppe von Frau Teixeira Borges verschaffte einen orientalischen Einstieg der bald beginnenden Sommerferien.

Schulleiter Ulrich Gottschalk beglückwünschte Constantin Dormann für seine großartigen Leistungen im Rudern. Zum Abschluss des Schuljahres gratulierte er ihm zum Sieg der Landesmeisterschaften der Schulen.

Und dann hieß es leider Abschied nehmen. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich von ihrem Lehrer Manfred Sellmayer verabschieden. Nach über 30 Jahren am Schillergymnasium tritt Herr Sellmayer nun seinen wohlverdienten Ruhestand an. Mit seiner umtriebigen Art hat er in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur durch einen engagierten und leidenschaftlichen Unterricht Generationen von Schülerinnen und Schülern begeistert, sondern zeitgleich auch die Ruderriege des Schillergymnasiums aufgebaut und zu Erfolgen geführt. Auch der Austausch mit unserem Nachbarland Polen hat ihn immer wieder dazu herausgefordert Schülergenerationen über Grenzen für andere Kulturen zu begeistern und einen regen, politischen Austausch zwischen Jugendlichen am Schillergymnasium zu kultivieren.

Wir wünschen ihm alles Gute, vor allem Gesundheit und viele neue Aufgaben, die ihn glücklich machen. Und wir danken für die schöne gemeinsame Zeit!

Projekttage am Schiller 18.07.2013

Am Ende des Schuljahres organisierte die SV die diesjährigen Projekttage am Schillergymnasium. In altersübergreifenden Gruppen sollten verschiedene Projekte stattfinden, die von LehrerInnen, älteren SchülerInnen oder Externen angeboten wurden. Dieses Jahr standen viele Projekte unter dem Motto „Unsere Schule soll schöner werden“, das heißt, dass gestrichen und gebastelt werden sollte, Konzepte erdacht und vielleicht auch schon durchgeführt wurden. Ebenso sollten Projekte angeboten werden, die sich mit interessanten Themen beschäftigen, für die im Schulalltag keine Zeit ist. Für die SV war es vor allem wichtig, dass das Miteinander gefördert wurde, die Verantwortung, die wir für das Schulgebäude tragen bewusst gemacht wurde und die letzten Tage vor den Ferien sinnvoll und spaßbringend genutzt werden konnten. Die nachfolgenden Bilder zeigen einige Impressionen aus den drei Projekttagen.

Entlang der Turnhalle wurde die von Graffiti verschmierte Mauer mit dem Namen Schillergymnasium und Elementen desMünsterschen Stadtbildes neu bemalt.

Im Schulgarten wurde geharkt, Unkraut gejätet und neu gepflanzt, damit das grüne Klassenzimmer auch im nächsten Schuljahr wieder genutzt werden kann.

Eine ganze Reihe Klassenräume wurden gesäubert und bekamen einen neuen Anstrich, z.T. mit sehr individuellen Elementen. So macht Lernen bestimmt wieder Spaß.



Eine Reihe von Schülerinnen und Schüler leistete an den Projekttagen ihre ersten Stunden für die Sporthelferausbildung ab. Die nachfolgenden Einheiten werden im nächsten Schuljahr absolviert.

Frau Teixeira Borges unterwies eine Reihe Schülerinnen in der Kunst des Bauchtanzes. Die Schulgemeinde bekam bei der Aulaversammlung am letzten Schultag gleich eine orientalische Kostprobe.

An welchen Stellen im Gebäude können wir Lerninseln bauen? Mit dieser Frage und möglichen Ausgestaltungen beschäftigte sich eine Projektgruppe.

Schule schöner machen: Plakate und Wandgestaltung beschäftigten eine andere Schülergruppe.

Sich pflegen: die Herstellung von Duschgel, Gesichtscreme und Badezusätzen war Thema eines chemischen Projekts. Und natürlich machten sich die Schülerinnen auch Gedanken, wie sie ihre eigenen Produkte vermarkten konnten... und probierten ihre Strategien umgehend aus - mit Erfolg.

In verschiedenen anderen Projekten, hier in der Kreativwerkstatt wurde gemalt, geklebt und gestaltet. Dabei entstanden nicht nur Kleidungsstücke, sondern auch Deko-Artikel oder kreativ gestaltete Möbel.

Sport- und Spielfest am Schillergymnasium 17.07.2013

Völkerballturnier der Klassen 6 mit vollem Körpereinsatz

Kurz vor den Sommerferien sportelt das Schillergymnasium traditionell. Dieses Jahr fand auf dem Sportplatz der Sentruper Höhe das Sport- und Spielfest statt, das sich jedes zweite Jahr mit den Bundesjugendspielen abwechselt. Die Sportfachschaft hatte eine Reihe von Mannschafts- und Paarspielen ausgewählt und die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Vorfeld für ihre Lieblingssportart entschieden, in der sie im Laufe des Vormittags gegeneinander antreten wollten. Neben spannenden Völkerballturnieren der Unterstufe konnten dramatische Fußballturniere in altersgemischten Gruppen beobachtet werden. Während sich eine Reihe von Schülerinnen und Schülern bei Tennisturnieren gegenseitig jagten, schoben andere beim Boule nur äußerlich die ruhige Kugel. Alle waren aktiv und als es zum Schluss des sportlichen Vormittags hieß Schüler-Lehrer-Fußballturnier rotteten sich Schüler- und Lehrergruppen um das große Fußballfeld, um ihre Mannschaft (manchmal auch die gegnerische) angemessen laut zu unterstützen. Ein sportlicher Vormittag, der bei sonnig-warmem Wetter schon fast die Ferienstimmung spüren ließ!

Vor dem Sporteln stand das Aufwärmen: zu rhythmischer Musik kreiste beim Zumba das Becken und der Kreislauf kam in Schwung!

Ultimate Frisbee

Unser Hausmeister Michael Schulz duellierte sich in harten Kämpfen mit Schülern im Tischtennis.

Schülerfußball

Das Highlight: Schüler-Lehrer-Fußballspiel

Optischer Höhepunkt auf dem Kreuzviertelfest 14.07.2013

Im Rahmen des tradtionellen Kreuzviertelfestes trat auch der Optische Höhepunkt des Schillergymnasiums, eine jahrgangsübergreifende A-capella-AG, auf. Sie begeisterte das Publikum mit einer gelungenen Mischung aus deutschen und englischen Liedern, die Ohrwurmcharakter haben. Mal mit Solo-Stimmen, mal ohne, mal mit Sprechgesang, mal ohne, immer wieder wurde das Publikum von neuen Variationen der Schülerinnen und Schüler überrascht: der optische Höhepunkt war auch ein akustischer.

Wir haben "S" in der Tasche - Abiturientia 2013 entlassen 02.07.2013

“Abitur 2013: Wir haben „S“ in der Tasche.“ Ein Abiturmotto, das vielleicht auf den ersten Blick nicht so eingängig erscheint, aber für Schilleraner buchstäblich draußen am Portal greifbar ist. Mehrfach haben in den vergangenen Jahren Schüler das „S“ des Aufdrucks „Schillergymnasium“ draußen entfernt und die Schule kurzerhand zum „Chillergymnasium“ gemacht. Dieses Motto hat sich die diesjährige Abiturientia als ihres erwählt, um ihren Abschluss nach 12 oder 13 Jahren gebührend zu feiern. Der berühmte Doppeljahrgang, in der Presse viel zitiert, mit vielen Ängsten verbunden und durch viele Versuche geschickt, hat es geschafft, nicht besser, aber auch nicht schlechter als alle anderen Jahrgänge und genauso froh „S“, nämlich das Abitur, in der Tasche zu haben, die Schule zu verlassen und in ein neues Leben zu starten.

Schulleiter Ulrich Gottschalk betonte in seiner Abiturrede eben das Doppelte als das Einzigartige dieses Abiturjahrgangs. Um die Frage zu beantworten, ob die G8 oder die G9 Schüler ein Jahr gewonnen und verloren haben, warf er als Historiker einen Blick in die Geschichte der Schulentwicklung der 60er Jahre des Landes Nordrhein-Westfalen und konstatierte: „G8 hat es […] bereits vor etlichen Jahren gegeben.“ Und auch die Vorurteile, die Abiturienten wären noch nicht reif fürs Leben und hätten ein Jahr in der Schule verloren oder wären nicht studierfähig, hätte es bereits damals gegeben. Einig sei man sich heute wie damals gewesen: „die Gymnasialzeit musste gekürzt werden, damit die jungen Menschen nicht zu spät ins wahre Leben eintreten,“ so Gottschalk. Er verdeutlichte, dass das ganze „Schulzeitkuddelmuddel“ damals wie heute ihn ratlos mache und die Zeit vergesslich, denn die ausgetauschten Argumente für und gegen Schulzeitverlängerung und –verkürzung wiederholten sich. Dabei warf er dann für die Argumentation auch einen Blick auf die Noten: „In diesem Jahr gibt es am Schillergymnasium als Abiturnotendurchschnitt vier Mal die 1,0 und insgesamt 30 Prozent mit einer 1 vor dem Komma. […] Und bezüglich des Themas: von den Vieren mit der 1,0 sind genau zwei G9er und zwei G8er.“ Resümierend kehrte er am Ende der Rede auf die Frage nach dem verlorenen Jahr zurück, wen es denn nun getroffen habe. Dabei fiel sein Urteil eindeutig (wie dem Doppeljahrgang angemessen) aus: „Aber ob acht, neun Jahre oder noch länger, ich hoffe, dass Sie, liebe Abiturientia 2013, die Zeit am Schillergymnasium nicht als verlorene Zeit ansehen.“

Voller Stolz auf ihre Jahrgangsstufe blickte auch die Jahrgangsstufenleiterin Marion Vogelsang, die in ihrer Laudatio mit einer Powerpointpräsentation Rückschau auf die vielen Aufgaben in den vergangenen zwei Jahren im Doppeljahrgang hielt und dabei für beste Unterhaltung bei den anwesenden Gästen sorgte. Deutlich betonte sie, dass bei diesem Jahrgang nicht von einem „Doppeljahrgang“ zu sprechen gewesen sei, sondern eher von einem „multiplen“ Jahrgang, der die Schülersprecher und die Jahrgangsstufenleitung mit seinen vielen Interessen und Bedürfnissen sehr herausgefordert hatte. Die Abkürzung YOLO, die Vogelsang unter einer ihrer Abiturklausuren las, habe sie zum Motto ihrer Rede bewegt: „YOLO – You only live once, du lebst nur einmal. Also eben nicht doppelt, keine zweite Chance, sozusagen. Und doch haben viele von euch in ihren letzten Schuljahren eine Art Doppelleben geführt.“ Neben dem Leben in der Schule, gab es auch ein anderes Leben, „euer Abimotto `Wir haben S in der Tasche´ ist ein Zeugnis dieses Doppellebens.“

Chillen war zwar sehnlichst gehegter Wunsch, aber einfach nicht immer angesagt, so Vogelsang. Per doppeltem Boden durch die Vorgaben schlängeln, dank Doppelherz die unzähligen Entschuldigungsgründe verdauen oder das Endergebnis doppelt betrachten, all das hat die Stufenleiterarbeit begleitet. Abschließend hatte Vogelsang die Fotos der Abiturienten als Fünftklässler in einer Diashow eingeblendet, kombiniert mit all den Wünschen und Lebenszielen der Stufe: „Und darin liegt nach meiner Überzeugung der Schlüssel zu einem guten Leben: Nutzt die Möglichkeiten, die sich euch bieten, und gestaltet ein Stück unserer Welt,“ beglückwünschte Vogelsang ihre Stufe zum Abitur.

Elternvertreterin Uta Dirksen gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Abitur und dankte auch aus Elternsicht dem Kollegium und der Schulleitung für die jahrelange Begleitung. Auch sie verdeutlichte, dass es als Eltern dieser Jahrgänge besonders die Reformen waren, die sie mehr auf- als angeregt begleitet haben und dass der Status des Experimentierjahrgang bereits in der Grundschule mit Englisch begonnen hatte, über Unterricht ohne Lehrpläne und entsprechende Bücher, deren Veröffentlichung sich verzögerte, hin zu endlos langen Tagen und der Umbenennung in EF, Q1 und Q2 vonstattenging. „Ich wünsche euch aber, was ihr euch wünscht mit dem „S“ in der Tasche. Für die Zukunft mehr Freiraum und Muße euch nach euren Fähigkeiten und Neigungen weiterzubilden und zu reifen“, so Dirksen.

„Der Anfang aller Weisheit ist die Verwunderung.“ Dieser Leitspruch von Aristoteles bestimmte die Rückschau, die der Schülervertreter Sebastian Straub anlässlich der Entlassung der Abiturientia 2013 hielt. In einer amüsanten Rückschau erzählte er kleine Anekdoten aus den vergangen Jahren, von Experimenten im Deutschunterricht, die eine verwunderte Kollegin zurückließ, von dem Unterrichtsziel Spaß in Kombination mit Lernen, von Begegnungen mit der Schulsekretärin Irmgard Horstmann, die alle Schüler immer bei all ihren Anliegen bestmöglich unterstützt hat, von chilligen Pausen im alten Schwimmbad und verbotenen Gängen durchs abgesperrte Treppenhaus und über „[D]ie Verwunderung, die die Lehrer über unsere Anwesenheit bzw. Abwesenheit zeigten, [die] eindeutig belegt, dass wir als Schüler mindestens am Anfang aller Weisheit stehen und deshalb auch die allgemeine Hochschulreife verdient haben“. Abschließend erinnerte er an den kürzlich verstorbenen Lehrer Günter Badersbach, der für die Stufe prägend gewesen war. Er dankte den Lehrerinnen und Lehrern sowie allen Eltern für die Begleitung in guten und schlechten Zeiten und der Stufe selbst, die letzten Endes gut zusammengewachsen ist.

Musikalisch wurde die Entlassfeier von Leonhard Wohlmeiner am Flügel mit Elton Johns „Can You Feel the Love Tonight“ ebenso begleitet wie von der A-Capella Gruppe „Optischer Höhepunkt“, die mit dem „Hamlet“ von Wise Guys die Schulzeit noch einmal aufleben ließ, dann aber mit Terre McPheeters „Maybe Someday“ mit leiseren Abschiedstönen das Ende der Schulzeit der Abiturientia 2013 durch die Übergabe der Abiturzeugnisse einläutete.