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Schiller wieder in Lublin 15.10.2013

Die Austauschschüler vor der Kulisse der historischen Altstadt

Mit der nun schon 7. Begegnung zwischen dem Schillergymnasium und dem 1. Liceum in Lublin intensivierten beide Schulen ihre Bemühungen um die deutsch-polnische Verständigung: 15 SchülerInnen des Schiller verbrachten eine erlebnisreiche Woche in Münsters Partnerstadt als Gäste ihrer Austauschpartner vom 1. Liceum.

Nach einem dreitägigen Vorbereitungsseminar beim GESW Vlotho hatten die Schilleraner so viel Vorwissen über Polen, dass die Neugier auf die Lebensverhältnisse in Polen groß war. Und so war es dann auch verständlich, dass als Thema für die gemeinsame Projektarbeit „Schüler in Polen und Deutschland: Mein Leben in Lublin und Münster“ gewählt wurde. In gemischten deutsch-polnischen Arbeitsgruppen wurden die Bereiche Schule, Stadt, Familie, Freunde und Freizeit bearbeitet und am Abschlussabend als Film, Fotoreportage, Interview  oder szenische Lesung präsentiert.

„Wir waren ja zuerst etwas skeptisch; aber das Ergebnis der Projektarbeit hat uns doch sehr positiv überrascht“, so Austauschleiterin Christiane Allecke vom Schillergymnasium.

„Es gab keine Verständigungsschwierigkeiten und die praktische Arbeit verlief ohne Probleme in bester Stimmung.“

Da die Projektgruppen schon am ersten Schultag gebildet wurden, konnten sie ihre Arbeit selbst so organisieren, dass sie begleitend zu den Schwerpunkten des insgesamt sehr vielfältigen Programms erfolgen konnte. Schon das erste Wochenende in den polnischen Familien ermöglichte neue Erfahrungen. Dass sich viele Schüler und auch ihre Lehrer zum Sonntagsausflug in Kazimiersz Dolny wiedertrafen, lag allerdings nicht an einer festen Verabredung, sondern an der Attraktivität des malerisch an der Weichsel gelegenen historischen Städtchens und an dem warmen, sonnigen Herbstwetter.

Erklärungen zur Geschichte der Lubliner Burg

Als sehr aufschlussreich empfanden die deutschen Schüler die Einblicke in das polnische Schulwesen und den“ Alltag“ des normalen Unterrichts, die sie am Montag nach einer Schul-Präsentation ihrer Gastgeber durch ihre Teilnahme am Unterricht verschiedener Fächer, erleben konnten. „So groß sind die Unterschiede zu uns nicht“, kommentierte Max Wesener-Roth seine Eindrücke. „In Englisch sind wir etwa gleich weit, in Physik wurden hier die Fallgesetze besprochen, die bei uns noch nicht behandelt wurden.“ Allgemein als etwas kurios empfunden wurde, dass in Polen ein Fach unterrichtet wird, das Themen der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik umfasst. Etwas gewöhnungsbedürftig war auch für einige Schilleraner, dass sich die polnischen Schüler in den Pausen zu den Klängen von Rockmusik aus Lautsprechern auf den Fluren aufhalten dürfen.

Die deutsch-polnischen Gemeinsamkeiten standen an den Folgetagen aber uneingeschränkt im Vordergrund der intensiven Programmgestaltung. Nach einem ausführlichen Stadtrundgang, bei dem die Sehenswürdigkeiten Lublins eindrucksvoll erklärt wurden, führten die deutschen Schüler ein von ihren Austauschpartnern konzipiertes Stadtspiel durch, nach dessen Beendigung sich beide Gruppen dann zur „Auswertung“ in einer Pizzeria trafen.

Ein weiterer Höhepunkt der gemeinsam durchgeführten Unternehmungen lag in dem eintägigen Busausflug nach Warschau, bei dem nach einem ausführlichen Altstadtrundgang auch das Ghettodenkmal erklärt wurde, bevor dann das neue hochmodern gestaltete Kopernikus-Museum besucht wurde, das mit seine zahlreichen interaktiven Stationen auf sehr anschauliche Weise Grundphänomene der Naturwissenschaften vermittelte.

Mit dem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Majdanek gingen die Schüler verschiedenen Fragen nach der Vergangenheit und ihrer Bedeutung für die Gegenwart nach. Nach der thematisch orientierten Vorbereitung in Arbeitsgruppen präsentierten sie anschließend ihre Ergebnisse an verschiedenen Stationen des Geländes unter Anleitung der sie begleitenden Historikerin.

„Es war deutlich zu spüren, dass sich unsere Schüler sehr ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzten und dass sie angesichts der Verbrechen, die in Majdanek geschahen, sehr ergriffen waren“; so Leiterin Christiane Allecke. Und: „Wie können Menschen Menschen so etwas antun?“, fragte Anna Bühning. Darin, dass nach wie vor Lehren aus der Geschichte gezogen werden müssen, waren sich in der abschießenden Diskussion alle Teilnehmer einig.

Als besonders gelungen empfanden dann auch alle Teilnehmer den letzten Tag, an dem alle eine Radtour an den Lubliner Stausee unternahmen, bei dem ein „Fußballländerspiel Deutschland gegen Polen“ zwar von Deutschland mit 1:5 verloren wurde, aber der allgemein guten Stimmung keinen Abbruch tat.

Mit einem Abschiedsabend in der Schulaula ging dann eine Fahrt zu Ende, die bei allen Teilnehmern ein uneingeschränkt  positives Echo fand: „ Wir wissen jetzt viel mehr über Polen und haben uns bestens mit unseren polnischen Austauschpartnern verstanden“, so das Fazit von Chris Pölking und Oliver Wächter. Und Lale-Miriam Beden und Beatrix Bröker ergänzen: „Wir hatten eine so beeindruckende Woche in Lublin – jetzt müssen wir eine mindestens ebenso gute Woche für den Gegenbesuch Anfang Juni in Münster organisieren.“

Dieser Meinung fügten beide Austauschleiter noch einen ausdrücklichen Dank an die Stadt Münster hinzu: „Ohne die Förderung der Programmkosten durch das Amt für Bürger- und Ratsservice und der Reisekosten durch die Interfraktionelle Arbeitsgruppe im Rat der Stadt Münster wäre diese Begegnung nicht möglich gewesen“, so Christiane Allecke und Manfred Sellmayer.

(M. Sellmayer, C. Allecke)

Paul Diletti gewinnt Gold bei der Deutschen Sprintmeisterschaft 14.10.2013

(Fotografin: Dagmar Westrich-Klem)

Mit der Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft konnte Paul Diletti bereits im Sommer einen großen Erfolg verbuchen, doch der Saisonendspurt sollte ein weiteres Highlight bereithalten. Im Achter des Rudervereins Münster gewann der Schilleraner die Goldmedaille bei der Deutschen Sprintmeisterschaft, die am vergangenen Sonntag auf dem Aasee stattfand. In einem spannenden Rennen konnten die Münsteraner A-Junioren die Konkurrenz aus Krefeld hinter sich lassen und erreichten nach 55,44 Sek. die Zielmarke.

Die Ruderriege gratuliert Paul herzlich zu dieser grandiosen Saison!

Großes Engagement zeigten ebenso die Schiller-Ruderer der Jahrgangsstufe 6 und 8 bei ihrem Einsatz als Starthelfer. Trotz schlechten Wetters und kräftigem Wind übernahmen sie diese wichtige Aufgabe und trugen so zu einem reibungslosen Ablauf der Regatta des Deutschen Ruderverbandes bei.

Für die Ruderriege

Jan Iking

Gut angekommen und schon viel erlebt! - Austausch mit Lublin 10.10.2013

Müde, aber voller Hoffnung auf eine informative und erfahrungsreiche Woche mit ihren polnischen Partnern, erreichten die 15 Schilleraner und ihre Lehrer Christiane Allecke und Manfred Sellmayer letzten Samstag nach einer 16-stündigen Bahnfahrt ihren Zielort Lublin. Nach einem "ausflugsintensiven" Familienprogramm am Wochenende wurden sie am Montag in der Schule von Direktor Stanislaw Ston und Austauschleiterin Dorota Kacperczyk in der Aula der Schule zur nun schon 7. Begegnung zwischen beiden Schulen herzlich begrüßt.

Nachdem sie von ihren Partnerschülern über ihre Schule informiert worden waren, nahmen die Schilleraner am Unterricht verschiedener Fächer teil und begannen mit ihrer deutsch-polnischen Projektarbeit.

Am Dienstag standen dann eine Führung und ein Stadtspiel zur Geschichte und Gegenwart der Stadt Lublin auf dem Programm, am Mittwoch erfolgte ein ganztägiger Besuch der polnischen Hauptstadt Warschau.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Polenaustauschs:

www.schiller-staszic.eu

(Manfred Sellmayer)

Cambridge Certificate – Zeugnisse überreicht 27.09.2013

In der letzten Woche sind endlich die heißersehnten Zeugnisse von der Stellvertretenden Schulleiterin Anne Eyben (r.) überreicht worden. Neun SchülerInnen des Schillergymnasiums haben die anspruchsvolle Prüfung des Cambridge Certificate of Advanced English gewagt. Alle sind vier Monate lang von den Englisch-Lehrerinnen Britta Moek (l.) und Marion Vogelsang nachmittags auf die teils ungewohnten Prüfungsformate vorbereitet worden. Unter allen TeilnehmerInnen NRWs hat es Mathis Baßler mit der Traumnote „A“ sogar unter die vier besten geschafft! Herzlichen Glückwunsch!

(Britta Moek)

Polenaustausch vorbereitet 23.09.2013

Auch in diesem Jahr bereiteten sich die Teilnehmer des Polenaustauschs 2013/14 wieder auf die beiden Begegnungen mit unserer polnischen Partnerschule in Lublin mit einem Wochenendseminar (20. – 22.09.13) beim Gesamteuropäischen Studienwerk in Vlotho vor.

13 AustauschteilnehmerInnen unter der Leitung von Christiane Allecke und Manfred Sellmayer nahmen an diesem schon zur Tradition gewordenen Seminar teil, in dem die Schilleraner zunächst von Institutsleiter Dr. Zbigniew Wilkiewicz über die historischen und aktuellen Schwerpunkte der deutsch-polnischen Beziehungen informiert wurden.

Nach einem Polnisch-Schnupperkurs wurden dann in Workshops Themen zur polnischen Gesellschaft, zum Schulsystem und zu Stereotypen bearbeitet und anschließend präsentiert.

Abschließend beendete eine Fragerunde zur aktuell bevorstehenden Begegnung (04. bis 13.10.) in Lublin ein Seminar, das alle Teilnehmer einhellig als sehr gelungen empfanden.

(Manfred Sellmayer)