Aktuelles

 

Wir haben "S" in der Tasche - Abiturientia 2013 entlassen 02.07.2013

“Abitur 2013: Wir haben „S“ in der Tasche.“ Ein Abiturmotto, das vielleicht auf den ersten Blick nicht so eingängig erscheint, aber für Schilleraner buchstäblich draußen am Portal greifbar ist. Mehrfach haben in den vergangenen Jahren Schüler das „S“ des Aufdrucks „Schillergymnasium“ draußen entfernt und die Schule kurzerhand zum „Chillergymnasium“ gemacht. Dieses Motto hat sich die diesjährige Abiturientia als ihres erwählt, um ihren Abschluss nach 12 oder 13 Jahren gebührend zu feiern. Der berühmte Doppeljahrgang, in der Presse viel zitiert, mit vielen Ängsten verbunden und durch viele Versuche geschickt, hat es geschafft, nicht besser, aber auch nicht schlechter als alle anderen Jahrgänge und genauso froh „S“, nämlich das Abitur, in der Tasche zu haben, die Schule zu verlassen und in ein neues Leben zu starten.

Schulleiter Ulrich Gottschalk betonte in seiner Abiturrede eben das Doppelte als das Einzigartige dieses Abiturjahrgangs. Um die Frage zu beantworten, ob die G8 oder die G9 Schüler ein Jahr gewonnen und verloren haben, warf er als Historiker einen Blick in die Geschichte der Schulentwicklung der 60er Jahre des Landes Nordrhein-Westfalen und konstatierte: „G8 hat es […] bereits vor etlichen Jahren gegeben.“ Und auch die Vorurteile, die Abiturienten wären noch nicht reif fürs Leben und hätten ein Jahr in der Schule verloren oder wären nicht studierfähig, hätte es bereits damals gegeben. Einig sei man sich heute wie damals gewesen: „die Gymnasialzeit musste gekürzt werden, damit die jungen Menschen nicht zu spät ins wahre Leben eintreten,“ so Gottschalk. Er verdeutlichte, dass das ganze „Schulzeitkuddelmuddel“ damals wie heute ihn ratlos mache und die Zeit vergesslich, denn die ausgetauschten Argumente für und gegen Schulzeitverlängerung und –verkürzung wiederholten sich. Dabei warf er dann für die Argumentation auch einen Blick auf die Noten: „In diesem Jahr gibt es am Schillergymnasium als Abiturnotendurchschnitt vier Mal die 1,0 und insgesamt 30 Prozent mit einer 1 vor dem Komma. […] Und bezüglich des Themas: von den Vieren mit der 1,0 sind genau zwei G9er und zwei G8er.“ Resümierend kehrte er am Ende der Rede auf die Frage nach dem verlorenen Jahr zurück, wen es denn nun getroffen habe. Dabei fiel sein Urteil eindeutig (wie dem Doppeljahrgang angemessen) aus: „Aber ob acht, neun Jahre oder noch länger, ich hoffe, dass Sie, liebe Abiturientia 2013, die Zeit am Schillergymnasium nicht als verlorene Zeit ansehen.“

Voller Stolz auf ihre Jahrgangsstufe blickte auch die Jahrgangsstufenleiterin Marion Vogelsang, die in ihrer Laudatio mit einer Powerpointpräsentation Rückschau auf die vielen Aufgaben in den vergangenen zwei Jahren im Doppeljahrgang hielt und dabei für beste Unterhaltung bei den anwesenden Gästen sorgte. Deutlich betonte sie, dass bei diesem Jahrgang nicht von einem „Doppeljahrgang“ zu sprechen gewesen sei, sondern eher von einem „multiplen“ Jahrgang, der die Schülersprecher und die Jahrgangsstufenleitung mit seinen vielen Interessen und Bedürfnissen sehr herausgefordert hatte. Die Abkürzung YOLO, die Vogelsang unter einer ihrer Abiturklausuren las, habe sie zum Motto ihrer Rede bewegt: „YOLO – You only live once, du lebst nur einmal. Also eben nicht doppelt, keine zweite Chance, sozusagen. Und doch haben viele von euch in ihren letzten Schuljahren eine Art Doppelleben geführt.“ Neben dem Leben in der Schule, gab es auch ein anderes Leben, „euer Abimotto `Wir haben S in der Tasche´ ist ein Zeugnis dieses Doppellebens.“

Chillen war zwar sehnlichst gehegter Wunsch, aber einfach nicht immer angesagt, so Vogelsang. Per doppeltem Boden durch die Vorgaben schlängeln, dank Doppelherz die unzähligen Entschuldigungsgründe verdauen oder das Endergebnis doppelt betrachten, all das hat die Stufenleiterarbeit begleitet. Abschließend hatte Vogelsang die Fotos der Abiturienten als Fünftklässler in einer Diashow eingeblendet, kombiniert mit all den Wünschen und Lebenszielen der Stufe: „Und darin liegt nach meiner Überzeugung der Schlüssel zu einem guten Leben: Nutzt die Möglichkeiten, die sich euch bieten, und gestaltet ein Stück unserer Welt,“ beglückwünschte Vogelsang ihre Stufe zum Abitur.

Elternvertreterin Uta Dirksen gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Abitur und dankte auch aus Elternsicht dem Kollegium und der Schulleitung für die jahrelange Begleitung. Auch sie verdeutlichte, dass es als Eltern dieser Jahrgänge besonders die Reformen waren, die sie mehr auf- als angeregt begleitet haben und dass der Status des Experimentierjahrgang bereits in der Grundschule mit Englisch begonnen hatte, über Unterricht ohne Lehrpläne und entsprechende Bücher, deren Veröffentlichung sich verzögerte, hin zu endlos langen Tagen und der Umbenennung in EF, Q1 und Q2 vonstattenging. „Ich wünsche euch aber, was ihr euch wünscht mit dem „S“ in der Tasche. Für die Zukunft mehr Freiraum und Muße euch nach euren Fähigkeiten und Neigungen weiterzubilden und zu reifen“, so Dirksen.

„Der Anfang aller Weisheit ist die Verwunderung.“ Dieser Leitspruch von Aristoteles bestimmte die Rückschau, die der Schülervertreter Sebastian Straub anlässlich der Entlassung der Abiturientia 2013 hielt. In einer amüsanten Rückschau erzählte er kleine Anekdoten aus den vergangen Jahren, von Experimenten im Deutschunterricht, die eine verwunderte Kollegin zurückließ, von dem Unterrichtsziel Spaß in Kombination mit Lernen, von Begegnungen mit der Schulsekretärin Irmgard Horstmann, die alle Schüler immer bei all ihren Anliegen bestmöglich unterstützt hat, von chilligen Pausen im alten Schwimmbad und verbotenen Gängen durchs abgesperrte Treppenhaus und über „[D]ie Verwunderung, die die Lehrer über unsere Anwesenheit bzw. Abwesenheit zeigten, [die] eindeutig belegt, dass wir als Schüler mindestens am Anfang aller Weisheit stehen und deshalb auch die allgemeine Hochschulreife verdient haben“. Abschließend erinnerte er an den kürzlich verstorbenen Lehrer Günter Badersbach, der für die Stufe prägend gewesen war. Er dankte den Lehrerinnen und Lehrern sowie allen Eltern für die Begleitung in guten und schlechten Zeiten und der Stufe selbst, die letzten Endes gut zusammengewachsen ist.

Musikalisch wurde die Entlassfeier von Leonhard Wohlmeiner am Flügel mit Elton Johns „Can You Feel the Love Tonight“ ebenso begleitet wie von der A-Capella Gruppe „Optischer Höhepunkt“, die mit dem „Hamlet“ von Wise Guys die Schulzeit noch einmal aufleben ließ, dann aber mit Terre McPheeters „Maybe Someday“ mit leiseren Abschiedstönen das Ende der Schulzeit der Abiturientia 2013 durch die Übergabe der Abiturzeugnisse einläutete.

Netzaktivisten aus aller Welt in Münster erwartet 02.07.2013

Janusz Hamerski (1.v.l.), Carina Schmid (2.v.l.) und Christoph Lammen (r.) stellten das Programm gemeinsam mit Schirmherr Ruprecht Polenz und Samar Saleh und Ali El-Hefnawy, Vertreter der Partnerorganisation Zabatak aus Ägypten, am Montag der Öffentlichkeit vor.

Zum "Digital Participation Camp" laden die UNESCO-Schule Schillergymnasium und der in der Schule gegründete Verein The Global Experience zwischen dem 19. und 28. Juli 60 junge Programmierer, Designer, Unternehmer und Medienmacher aus aller Welt ein, um gemeinsam an neuen IT - und Medien Projekten zur Umsetzung der UN Millennium Entwicklungsziele zu arbeiten.
"Auf den ersten Blick mag man nicht glauben, dass Menschen um die halbe Welt fliegen oder sich Urlaub dafür nehmen um in einer Schule auf dem Boden zu übernachten und nächtelang durchzuarbeiten", berichtet die ehemalige Schülerin des Schillergymnasiums Carina Schmid von The Global Experience, die das Mediencamp im Schillergymnasium seit fünf Jahren leitet, "aber das gemeinsame Leben und Arbeiten in dieser Schule generiert tatsächlich eine besondere Atmosphäre innerhalb der Gruppe, auf die sich alle schon das ganze Jahr über freuen". In diesem Jahr erwartet The Global Experience mit über 60 Teilnehmern mehr als doppelt so viele Gäste als  noch im Vorjahr.
Im Anschluss an das einwöchige Mediencamp findet im diesen Jahr erstmals auch ein eintägier öffentlicher Event, der Digital Participation Summit statt, bei dem die jungen Medienmacher ihre Projekte der Öffentlichkeit vorstellen und für einen Tag zum Mitmachen einladen. Das Programm der Veranstaltung wird aktiv von den Netzwerkpartnern aus aller Welt  gestaltet, die während des Summits Vorträge und Workshops zu ihren jeweiligen Fachgebieten und Projekten anbieten. Mit dabei sind zum Beispiel die Macher von www.morsimeter.com, einem Webportal, das die Einhaltung der Wahlversprechen des Ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi überwacht, die Bloggerin Fungai Machirori, die Frauen in Zimbabwe mit ihrer Plattform HerZimbabwe zu mehr gesellschaftlicher Partizipation ermutigen möchte oder das Unternehmen Farmerline aus Ghana, das Mobilservices für Kleinbauern in Afrika entwickelt.
Unterstützt wird das Camp unter anderem vom Auswärtige Amt, der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und von Ruprecht Polenz, der das Projekt als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages als Schirmherr begleitet.

Weitere Infos unter www.dpsummit.org

(Christoph Lammen)

Sommerkonzert des Schillergymnasium: ein bunter Abend für die Kunst 26.06.2013

Das alljährliche Sommerfest des Schillergymnasiums versprach in diesem Jahr neben Altbekanntem auch Neuerungen. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 hatten neben der üblichen Pausenbewirtung auch die Organisation des Abends übernommen und verliehen dem regulären Sommerkonzert durch eine Talentshow für alle Jahrgangsstufen überraschende und lustige Elemente.

Nach Henry Mancinis „Moon River“ und dem wohlbekannten „All you need ist love“ von Lennon und McCartney, vorgetragen vom Vokalpraktischen Kurs der Q1 unter Leitung von Musiklehrer Christian Meier übernahm Niklas Decker für die Q1 mit amüsanten Formulierungen und improvisierend die Anmoderation der Teilnehmer der Talentshow. Großartige Tanzbeiträge von Amelie Franz (5c) zum Song „Voulez vous“ (tolles Kostüm im 70er-Jahre Stil) und eine HipHop-Performance zu Seeeds „Meine Augen machen bling bling“ von Emmi Nesselbosch, Rosa Lehman, Chaly Eschkötter und Sarah Stürwald (alle 5c) versetzten die Zuhörer in rhythmische Stimmungen. Bibiana Forsthove (5d) ließ im mit einer wundervollen Interpretation der Filmmusik zur „Titanic“ die Zuhörer ihren Gedanken nachhängen. Die Gruppe „Lisa & Co“, fünf Schülerinnen und zwei Schüler aus der 6b, rührten die Zuhörer mit „Read all about it“ von Emeli Sande zutiefst (Lisa Michaels Endsolo hatte das Potential zur Gänsehaut). Frischer dagegen kam eine dreiköpfige Jungengruppe aus der Jahrgangsstufe 6 unter der Leitung von Frau Allecke mit zwei Wanderliedern daher. Leon Humburg (8d) intonierte im Anschluss am Klavier Adeles bewegendes „Skyfall“, Judith Njue (Q1) zeigte anschließend ihr stimmliches Talent bei Rihannas „Unfaithful“. Nachdem Peyman Iran Nejad, Markus Hullermann, Mia Künzer und Hannes Ritter (alle Q1) die Lachmuskeln des Publikums mit Improvisationstheater angeregt hatten, trug die Band „The Run“ (bestehend aus Max Steinau und Gregor Schindler, Q1) ihren selbstgeschriebenen „Indi-Song“ sehr gefühlvoll, untermalt von Gitarrenklängen, vor.

Bevor die Zuschauer dann mit den Stimmzetteln in die Pause zu Speis und Trank entlassen wurden, trugen Christian Meier und André Fischer (tolle Stimme, 8a) die gemeinsame Neukomposition „Remember me“ vor. Sowohl Text als auch Melodie rührten die Zuhörer sichtlich. Herzlicher Dank gilt auch der Kunstfachschaft, die im Aula-Foyer eine Ausstellung der Klassen 8b und 8d aufgebaut hatte, die eindrucksvoll Schülerarbeiten zeigte, die im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Picasso Museum entstanden sind, ein Genuss für die Augen.

Nach der Pause schwor Kojo Sekyere (EF) die Zuhörer mit „I swear“ von All 4 One auf den zweiten Teil des Sommerkonzerts ein. Clara Debus (Q2) entlockte ihrer Geige im Anschluss berührende Töne mit dem Theme from „Schindler´s List“, Cathrin Kruse (Q1) überzeugte jeden Zuhörer mit Rihannas „Stay“ doch zu bleiben. Den Rahmen des Sommerkonzerts bilden immer, nicht alles war heute neu, die größeren Gesangsgruppen. So ließ der Vokalpraktische Kurs der Q1 mit „The Circle of Life“ von Elton John deutlich nachdenklichere Klänge in der Aula erschallen, ebenso wie mit dem eher durch Abschied geprägten „Maybe Someday“ von Terre McPheeters. Die A-capella-AG des Schillergymnasiums „Optischer Höhepunkt“ entließ dann die Zuhörer mit dem bewegenden „That´s what friends are for“ (Dianne Warwick), aber nicht bevor sie die Zuschauer noch die Zusammenhänge des „Hamlet“ (zum Schmunzeln anregender Sprechgesang von Sebastian Straub) von den Wise Guys nähergebracht hatte. Den Abschluss bildete das Lied „It´s Alright“ von Curtis Mayfield mit witzigen mimischen und gestischen Einlagen von Cathrin Kruse und Christian Meyer.

Sieger der Talentshow wurden folgende Teilnehmer: Lisa & Co (1. Platz), Band „The Run“ (2. Platz) und das Impro Theater (3. Platz). Herzlichen Glückwunsch an die Sieger und ein großes Dankeschön an alle Musikerinnen und Musiker für ihr tolles Engagement.

Paul Diletti und Constantin Dormann Deutsche Jugendmeister im Rudern! 25.06.2013

Bei den am Wochenende auf dem Fühlinger See in Köln ausgetragenen Deutschen Jugendmeisterschaften im Rudern siegten auch die im RVM-Aufgebot startenden Schilleraner Paul Diletti und Constantin Dormann mit großartigen Leistungen:

Paul Diletti löste mit seinen beiden ersten Plätzen im Achter und Vierer-ohne-Steuermann sogar das Ticket für die im August in Litauen stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaften.

Constantin Dormann verpasste bei den Leichtgewichten zwar im Doppelzweier auf der sehr windanfälligen Außenbahn nur um Zehntelsekunden knapp die Medaillenränge, konnte sich dann aber dafür im Doppelvierer über den 1. Platz freuen.

Wir gratulieren beiden Ruderern herzlich zu diesem phantastischen Erfolg!

Für die Ruderriege

Manfred Sellmayer
(Protektor der Ruderriege Schillergymnasium Münster)

Fotos: Alexander Pischke

Mehr Fotos unter

Inklusion praktisch – Politiker aus Düsseldorf und Münster informierten sich am Schillergymnasium 24.06.2013

Im Rahmen einer gemeinsamen Arbeitssitzung zur Inklusion am Gymnasium besuchten der Staatssekretär im Schulministerium Ludwig Hecke, die Schuldezernentin der Stadt Münster Dr. Andrea Hanke, der Schulamtsleiter Klaus Ehling, Dezernenten des Regierungspräsidenten sowie Mitglieder des Schulausschusses des Landtags NRW das Schillergymnasium.

Zielsetzung des Besuchs war die Information der Gäste über inklusive Maßnahmen am Schillergymnasium sowie die gemachten Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre in den neu eingerichteten integrativen Lerngruppen. In thematischen Gruppen informierte die Schulgemeinde die Gäste über positive Veränderungen des Schulalltags durch Maßnahmen zur individuellen Förderung, verschwieg aber auch nicht die Probleme, die in Angriff genommen werden müssen. Insbesondere durch die Individualisierung von Lernprozessen gelänge es Inklusion praktisch umzusetzen, darüber hinaus aber auch die Unterrichts- und Schulentwicklung am Schillergymnasium voranzutreiben.

Neben der Information entstanden rege Diskussionen durch Fragen der Gäste zur praktischen Umsetzbarkeit der politischen Entschlüsse. Einigkeit herrschte bei den Lehrerinnen und Lehrern insbesondere darüber, dass der politische Beschluss immer noch kein Handlungskonzept beinhaltet. Damit verbunden war in den vergangenen zwei Jahren die Entwicklung diverser Konzepte für die praktische Umsetzung. Von diesen erwiesen sich einige als sehr brauchbar, andere mussten modifiziert werden. Ulrich Gottschalk, Schulleiter des Schillergymnasiums, formulierte die Entwicklungen der vergangenen beiden Jahre häufig als ein „Learning-by-doing“-Konzept, welches aber z.B. den Teamgedanken im Kollegium und zwischen den Schülerinnen und Schülern deutlich gefördert hätte. „Wir sind im Prozess und bewegen uns stetig weiter“, so Gottschalk.

Perspektivisch wurden aber auch Fragen zur weiteren Umsetzung von den Lehrerinnen und Lehrern formuliert. Das Schillergymnasium startet im nächsten Schuljahr seine dritte integrative Lerngruppe. Insbesondere die Aspekte Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie die Frage nach unterrichtlichen Inhalten im handwerklich-praktischen Bereich beschäftigen zur Zeit unterschiedliche Arbeitsgruppen ebenso wie die Frage der Raum- und Personalausstattung. Unabdingbar, so zeigen bereits die ersten Erfahrungen, ist eine durchgängige Doppelbesetzung im Unterricht mit einer Gymnasiallehrkraft und einem Sonderpädagogen oder zumindest einem Sozialpädagogen. Dass diese Forderung aus der Praxis erfüllt werden kann, hängt maßgeblich von den Ressourcen ab, die einer Schule von der Landesregierung zur Verfügung gestellt werden.

In der abschließenden Ergebnisrunde zeigten sich alle Teilnehmer sehr zufrieden. Die Gäste waren beeindruckt von der Motivation der Lehrerinnen und Lehrer und dem gemeinsamen Arbeiten mit den Sonderpädagoginnen und –pädagogen sowie der Einbeziehung von Eltern- und Schülerschaft auf diesem Weg.