Aktuelles

 

Fünftklässler absolvieren Agenten-Training 27.10.2014

Drei Tage lang wurden die Fünftklässler von den Teamern von „Kräftespiel“ als Agenten am Cappenberger See ausgebildet und schärften dabei ihre Teamfähigkeit, ihre Konzentration und ihre Kreativität. Kompetenzen, die ihnen auch als Klassengemeinschaft zugutekommen und im Schulalltag helfen werden. Petrus war uns so gnädig, dass es von oben trocken blieb, aber der Wald war vom vorangegangenen Regen so schön matschig, dass das ein oder andere Schlammbad trotzdem möglich war!

Zwar gab es auch wenige, kleine Heimweh-Attacken, aber die waren bei einem kurzweiligen Programm, das abends von den engagierten Paten der Jahrgangsstufe 10 gestaltet wurde, schnell wieder vergessen. So bekamen alle Eltern beim Abholen auf die Frage: „Wie war‘s?“ von Lehrern und Kindern die gleiche Antwort: „Toll!“.

(Elke Haverland)

Schillerschüler in Lublin 09.10.2014

Per Eisenbahn und Flugzeug erreichten wir, 10 Mädchen und 5 Jungen der EF (10. Klasse) sowie Frau Pietsch und Frau Allecke, nach ca. 12 Stunden Lublin. Dank Internet kannten sich alle gleichaltrigen Partner bereits und liefen freudig aufeinander zu.

Mit großer Herzlichkeit wurden wir auch von den Eltern und Frau Dorota Kacperczyk, der Leiterin der polnischen Gruppe, empfangen.

Am folgenden Tag begrüßte uns in der Aula des 1. Liceums  der Direktor der Schule (s. Photot). Zwei polnische Schüler aus der 11. Klasse hielten Vorträge über Polen und die Geschichte Lublins. Danach gingen wir bei herrlichem Wetter durch die Stadt und staunten über die prächtigen Patrizierhäuser aus der Renaissance. Inmitten der Altstadt trafen wir uns am Freitag zu einer Führung durch das Theater NN (No Name), in dem das Leben der jüdischen Bürger von Lublin vor 1945 durch Tonträger und Bilder, Aktenordner, Stadtpläne und -modelle dokumentiert ist. Besonders die alten Photos spiegeln das vergangene Leben wider. Und eben diese Photos wurden zum Thema eines Projektes, das sich nach der Führung anschloss.

Ausgehend von der Geschichte der Photographie, die mit der Camera obscura und der Plattenkamera begann, ging es um den Sinn des Photographierens und um die Art und Weise der Bildgestaltung. Je nachdem, wie jemand seine Umwelt wahrnimmt, photographiert er sie.

Angeregt durch einen Bildband mit Photos aus den 1930-40er Jahren, in dem jedes Haus der Kowalska-Uliza aufgenommen wurde, sollten wir unsere heutigen Eindrücke in eben dieser Straße festhalten.

Das Wochenende verbrachte jeder in seiner Gastfamilie, die z.B. Ausflüge unternahm. Montags stand Unterricht in der Schule auf dem Programm, und so erlebten wir Physik, Chemie, Geschichte und Englisch zusammen mit den polnischen Partnern und Lehrern.

Sandomierz, eine mittelalterliche Stadt, malerisch gelegen an der Weichsel südlich von Lublin, war unser Ziel am Dienstag.

Der Mittwoch begann mit trübem, nebligem Wetter. Wir fuhren in das KZ Majdanek und wurden durch das Lager geführt, von dem  einige Baracken, Stacheldrahtzäune und Wachtürme erhalten sind. Zwischen allem sind grüne Wiesen, die diesem düsteren Ort ein scheinbar friedliches Aussehen geben.

Ein ehemaliger Häftling, der nach über 40 Jahren hier war, sagte, es erscheine ihm nunmehr wie ein "Ferienlager". Wir wurden mit dem Zitat von dem Schriftsteller Heinz Knobloch verabschiedet: "Misstraut den Grünanlagen!", was uns nachdenklich stimmte.

Am letzten Tag unternahmen wir per Fahrräder und Bus einen Ausflug in die nähere Umgebung von Lublin. Vorher jedoch präsentierten die Schüler, die sich in Gruppen vorbereitet hatten, ihre Photos von der Kowalska-Straße und außerdem Eindrücke von den gesamten Tagen unseres Aufenthaltes. Obwohl viele Ergebnisse schon gut waren, wollen die Schüler bis zum Gegenbesuch in Münster ihre Auswahl verfeinern und dann öffentlich präsentieren, z.B. auch für die künftigen Schüler, die im nächsten Jahr nach Lublin fahren.

Erfüllt mit reichen Eindrücken und Erfahrungen wurden wir am Freitag von den polnischen Schülern und ihren Eltern verabschiedet.

Nun freuen wir uns auf den Gegenbesuch der Lubliner in Münster.

Im April wird es soweit sein!

(Christiane Allecke)

Schillergymnasium ist Fairtrade-School 29.09.2014

Das Schillergymnasium ist seit längerer Zeit im Bereich Fairtrade engagiert. Im letzten Schuljahr kam die Idee auf, sich um die Auszeichnung als Fairtrade-Schule zu bewerben. Zu diesem Zweck ist ein Fairtrade-Schulteam gegründet worden, bestehend aus 7 Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe sowie Eltern und Lehrkräften. Gemeinsam wurde nun das Ziel erreicht: am 18. Sept. fand in der Aula des Schillergymnasiums die feierliche Auszeichnung statt, die vom Verein Transfair e.V. verliehen wurde.

Um Fairtrade-Schule zu werden, mussten einige Kriterien erfüllt werden: Der gerechte Handel wurde in verschiedenen Fächern im Unterricht v.a. der Mittelstufe thematisiert. Beteiligt haben sich die Fächer Evangelische und Katholische Religion, Erdkunde und Politik. Hier ging es z.B. um den Anbau fairer Produkte in Lateinamerika, Asien und Afrika oder fair produzierte Grabsteine, die ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Außerdem sind bei vielen Gelegenheiten fair gehandelte Produkte von Schülerinnen und Schülern zum Verkauf angeboten worden, z.B. bei den Elternsprechtagen, beim Tag der Offenen Tür oder beim Sportfest. Auch die Kaffeeversorgung im Lehrerzimmer ist auf fairen Kaffee umgestellt worden. Ein weiteres Kriterium waren die sogenannten Schulaktionen: Hier haben sich Schülerinnen und Schüler des Schillergymnasium beim UNESCO-Projekttag im April und bei weiteren Projekten im Mai, v.a. im Zusammenarbeit mit dem Verein Vamos e.V., in die Thematik eingearbeitet und auf verschiedene Weise engagiert. So z.B. wurden Filme erstellt und im Internet veröffentlicht, professionell unterstützt von der Medien-AG des Schillergymnasiums, oder es wurde in einer Ausstellung auf die prekären Produktionsbedingungen von Textilien und die Probleme des Welthandels hingewiesen.

(Guido Gunderloch)

Imker-AG am Schillergymnasium 17.09.2014

Es summt und brummt:

Seit März 2014 ist unser Schulgarten um eine Attraktion reicher: Es sind Honigbienen eingezogen!

Initiiert wurde die AG von Christian Zeidler, der als zweiter Vorsitzender des Kreisimkervereins Münster und Alt-Schilleraner daran interessiert ist, die Begeisterung für und das Wissen über Bienen und Honigbienen und die Imkerei an jüngere Generationen weiterzugeben. Neben dieser imkerlichen Betreuung wird die AG von schulischer Seite von Frau Waanders geleitet.

Durch das Beobachten und Erforschen der Bienen über einen längeren Zeitraum möchten wir die oft mit Wespen oder Hornissen verwechselten Insekten unseren Schülerinnen und Schülern nahebringen und deren Lebensweise aber auch deren Wichtigkeit für unsere Umwelt vermitteln. So soll deutlich werden, welche Zusammenhänge es zwischen den heimischen Bestäubern und dem Ertrag in der Landwirtschaft und der Obstgärten des Münsterlandes gibt. Schließlich ist die Honigbiene, zusammen mit den Wildbienen, für die Bestäubung von ca. 80 % der heimischen Blütenpflanzen verantwortlich. Die Biene ist damit hinter Schwein und Rind derzeit das drittwichtigste Nutztier. Auch wollen wir über die Gefahren für die Bienen durch Monokulturen, Pestizideinsatz und eingeschleppte Parasiten aufklären und Möglichkeiten für jeden Einzelnen erarbeiten, heimische Bestäuber zu schützen und zu unterstützen. Denn durch die oben genannten Faktoren ist die Honigbiene auf die Unterstützung des Menschen angewiesen. Für diese Zusammenhänge möchten wir die Schülerinnen und Schüler in der Imker-AG in besonderer Weise sensibilisieren und Ihnen darüber hinaus das konkrete Know-How für den Schutz und die Erhaltung der Honigbienen vermitteln und somit aktiven und nachhaltigen Naturschutz bei gleichzeitigem Honigertrag betreiben.

Gerade als UNESCO-Projektschule sind uns Nachhaltigkeit und Umweltschutz besonders wichtig und diese Gedanken lassen sich im Rahmen der Imkerei besonders schüler- und handlungsorientiert vermitteln.

Um unsere Erfahrungen in die gesamte Schülerschaft zu transportieren, organisieren wir u.A. offene Treffen im Schulgarten während der Mittagspause und möchten die Bienenvölker zukünftig auch als lebendes Anschauungsobjekt z.B. für den Biologie-Unterricht nutzen.

Etwas Honig haben wir in diesem Jahr sogar auch schon ernten können, der kleine Erlös wird  diesmal benötigt, um wichtige Verbrauchsmaterialien für die Imkerei zu finanzieren.

Sollten in den kommenden Jahren Erträge aus dem Verkauf größerer Honigmengen ergeben, sollen diese zunächst die laufenden Kosten unserer Schulimkerei decken und darüber hinaus dem Förderverein zufließen; aus Überschüssen möchten wir auch die Förderung humanitärer Projekte in Entwicklungsländern in den Blick nehmen.

Für die Gestaltung der Honiggläser ist eine Zusammenarbeit mit der Fachschaft Kunst geplant.

Mittlerweile haben wir vier Bienenvölker, darunter eines, welches uns die Landwirtschaftskammer Münster (Apis e.V., Verein zur Förderung der Bienenkunde der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen) gespendet hat. Zudem hat uns der Imkereibedarf Ontrup in Ascheberg zugesagt, uns mit einer neuen Beute (so heißen die Bienenhäuser) zu versorgen. Bisher arbeiten wir mit von Eltern bzw. Großeltern gespendeten, gut erhaltenen aber älteren Imkereiutensilien.

Den Spendern möchten wir herzlich für ihre Unterstützung der Imker-AG danken!

Die AG trifft sich im Schuljahr 2014/15 mittwochs ab 13.15 Uhr im Schulgarten, Interessierte sind herzlich willkommen! Von November bis Februar wird es eine Winterpause mit nur etwa einem Treffen pro Monat geben.

Schillers "Räuber" treffen auf Büchners "Leonce und Lena" - Theaterproduktion der Jgst. 9 und EF 15.09.2014

„Verborgen im tiefen Wald“, eine Theaterprojekt von Stefanie Bockermann mit SchülerInnen der Klassen 9 und EF, hat aus Schillers „Räubern“ und Büchners „Leonce und Lena“ einen kurzweilen Theaterabend gezaubert. Die Premiere am letzten Mittwoch als auch die Schulaufführung am folgenden Donnerstag wurden mit großem Applaus gefeiert.

Wenn sich die Erzählstränge auch nur vereinzelt kreuzten, so war es doch ein Genuss, den begabten und spielfreudigen SpielerInnen zuzusehen. Nur die experimentellen Klavierklänge hätten, vor allem an den leisen Stellen, noch zarter sein können. Man darf gespannt sein auf die neue Produktion der Theater-AG 9/EF, die sich an Shakespeares Komödien wagen.

Schön, dass diese Produktion im November noch einmal aufgeführt wird!

(Britta Moek)