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"Schiller tickt anders": Abiturentlassung 2014 27.06.2014

Die Abiturientia 2014 (hier Bild in Panoramgröße)

Abitur 2014: „Schiller tickt anders: Zum Glück nicht alle auf 1.0 Kurs“. Ein Abiturmotto, das vielleicht auf den ersten Blick nicht so eingängig erscheint, aber bei näherer Betrachtung - und dieser wurde es im Rahmen der feierlichen Entlassfeier der Abiturientia 2014 von allen Rednern unterzogen - passend für diesen Jahrgang. 

Schulleiter Ulrich Gottschalk betonte in seiner Abiturrede, das er diesem Motto entnommen habe, dass "neben Lernen und Schule  es auch noch anderes [gebe]. Eine Einstellung die wir sicher alle im Grundsatz teilen. Der verbissen leistungsfixierte Mensch kann nicht das Bildungsziel am Schillergymnasium sein. Sagte doch Schiller „Der Mensch ist nur da wirklich Mensch, wo er spielt.“

Die für ihn treffendste Stelle sei eben das anders Ticken. "Es wird deutlich, dass Sie Ihren eigenen Weg gehen wollen, dass Sie andere Werte setzen wollen als die gängigen. Der ältere Cato formulierte das so: „Die siegreiche Sache gefiel den Göttern, die andere dem Cato.“ Das zeugt von eigenem Willen, allerdings noch nicht von eigenständigem Denken. Erst wenn der andere Weg als der gängige auch begründet werden kann und nicht aus bloßer Opposition eingeschlagen wird, entsteht individuelles Handeln. Viele von Ihnen haben die Chancen, die Ihnen die Schule zu einer individuellen Schwerpunktsetzung eröffnet hat, genutzt, um sich auszuprobieren oder einen eigenen Weg zu finden", betonte er nachdrücklich, nicht ohne auf die vielen engagierten Schülerinnen und Schüler hinzuweisen, die mit dem heutigen Tag das Schillergymnasium verlassen. Auch einen Blick auf die Noten vergaß Gottschalk nicht: "Dass die Note 1.0 nur einmal vergeben wurde, passt zum Abimotto. Dass in 27% der Zeugnisse eine 1 vor dem Komma steht, passt zu den Ergebnissen der letzten Jahrgänge am Schiller – und normalerweise erfolgt nun der Applaus des Auditoriums. Aber wir sollten diesmal noch ein wenig warten. Mit einem gesamten Abischnitt von 2.35 gelingt dieser Jahrgangsstufe nicht nur im Landesvergleich, hier liegt der Schnitt zwischen 2.5 und 2.6, sondern auch im Vergleich mit den letzten Schillerjahrgängen ein hervorragendes Ergebnis: Das ist wirklich einen besonderen Applaus wert!"

Voller Stolz auf ihre Jahrgangsstufe blickten auch die Jahrgangsstufenleiter Ulrike Stüwe und Hermann Kemper. Während erstere ihre erste Abiturrede hielt, war es für letzteren die letzte Amtshandlung in Sachen Abitur. Stüwe und Kemper dankten in ihrer Rede all denen, die die Abiturientia über die Jahre begleitet haben, angefangen von den Grundschullehrerinnen, über alle Klassenlehrer am Schiller, die stets geduldigen Sekretärinnen und allen voran den Eltern, die ihre Kinder in den vergangenen Jahren mit "Nerven wie Drahtseilen, Ausdauer wie ein Marathonläufer und Humor wie ein Stand Up Comedian.[begleiteten], euch immer wieder auffingen, für euch Berge versetzten, immer voll hinter euch standen und egal was auch passierte, immer einen Witz auf Lager hatten, wenn die Situation mal ausweglos schien." Voller Wärme und mit den besten Wünschen - gespickt von diversen Anekdoten - entließen beide Kollegen mit einem lachenden und weinenden Auge ihre Stufe ins Leben: "Wir wünschen Euch auch, dass es Euch gelingt, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen und Eure gesteckten Ziele zu erreichen, und dazu wünschen wir Euch Ausdauer, Beharrlichkeit und viel Erfolg."

Elternvertreter Thomas Dirksen gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Abitur und dankte auch aus Elternsicht dem Kollegium und der Schulleitung für die jahrelange Begleitung. Er stellte auch die Herausforderungen von G8 für die Schüler heraus und lobte trotz aller Arbeit das vielfältige Engagement vieler Schülerinnen und Schüler außerhalb der Schule. Er zeigte aus Elternsicht aber auch Verständnis, dass die Abiturienten nun erstmal nach ihrem Weg suchen müssten, dabei auch mal einen einen Umweg in Kauf nehmen müssten.



Gespickt mit etlichen Erinnerungen ließ die Stufensprecherin Helena Mara Wiek die Schulzeit dieser Abiturientia an den Zuhörern vorbeiziehen. Nicht nur die Annekdoten über Begegnungen zwischen Schülern und Lehrern, auch viele aufregende und spannende Erlebnisse von Klassenfahrten und "Jahrgangsrivalitäten" vermittelten den Charakter dieser Stufe, die letztendlich zu einem großen Ganzen zusammenwuchs. Unabhängig davon, wohin der Weg die einzelnen Schülerinnen und Schüler führen wird, ihr Motto für diese Abiturientia, verbunden mit einem Appell an die Freiheit war: "Der Sommer gehört uns und ist zum Feiern gedacht."

Musikalisch wurde die Entlassfeier von Simon Christophersen mti einem Stück von Felix Mendelssohn-Bartholdy am Flügel ebenso begleitet wie von einer Gesangseinlage von Catrin Kruse, die von Max Steinau und Musiklehrer Christian Meyer begleitet wurde. 

Mit der Übergabe der Abiturzeugnisse endete die Schulzeit für die Abiturientia 2014, die bei "Ein Hoch auf uns" mit dem Feiern begann.

Buntes Programm beim Sommerkonzert begeisterte Zuhörer 18.06.2014

Das alljährliche Sommerkonzert des Schillergymnasiums versprach in diesem Jahr im ersten Teil einen Gang in die "Neue Welt". Unter Leitung von Christiane Allecke startete das Projektorchester mit dem Flötenensemble aus der Klasse 6b mit einem Auszug aus Antonín Dvorák`s "Aus der Neuen Welt" und begrüßte die Zuhörer in der vollbesetzten Aula. Nach der herzlichen Begrüßung durch Frau Allecke übernahm das Gitarrenensemble unter Leitung von Klaus Wilde die Regie. Mit McCartneys und Lennons "When I´m sixty four" in einer schönen Version begeisterten die Schüler ebenso wie mit den zwei rhythmischen Stücken "Secret Agent Man" und "Rumba session".

Im stetigen Wechsel folgten nun diverse instrumentale Stücke, die z.T. durch den Chor unterstützt wurden, sowie deutsche Kanons, die vom Publikum begeistert mitgesungen wurden. Neben "My Heart" von Horner und Jennings fand sich ebenso Matthias Claudius "Der Mond ist aufgegangen, das zeitgleich bei der ersten Dämmerung das Ende des ersten Teils einläutete.

In der Pause, in der die Jahrgangsstufe Q1 Getränke und Kuchen anbot, konnten Exponate eines Kunstprojekts  bewundert werden. In Anlehnung an eine Ausstellung im Picasso-Museum hatten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 Bilder zum Thema "Picasso sieht fern" gestaltet.

Nach der Pause wechselte die Leitung zu Musiklehrer Christian Meyer. Die nun folgenden Stücke waren eine Mischung aus Einzel- und Gruppendarbietungen, z.T. mit Solo-Parts, die eher moderne Stücke aufgriffen. Zu Beginn brachten Lisa Michael, Antonia Reiners und Co. (alle Klasse 7b) mit ihrem "Cup-Song" Plastikbecher auf der Bühne zum Tanzen und Bewegung mit Gesang. Lisa Michaels Solo-Gesang zu Mariah Careys "Hero" hatte eindeutig Gänsehautqualität, ebenso das Video zum selbst geschriebenen Song "Remember me" von André Fischer. Bei den sich anschließenden Stücke des vokalpraktischen Kurses der Q1 unter Leitung von Christian Meyer, unter denen sich neben "As tears go by" (Jagger/Richards), "I believe, I can fly" (R. Kelly) und Jacksons "We are the word" fand, war sicher einer der Höhepunkte das Solo von Carolin Laubrock bei dem Song "Beautiful" von Christina Aguilera. Den Abschied bildete der - mittlerweile schon zur Tradition gewordene - Song „Maybe Someday“ von Terre McPheeters. Beschwingt gingen die Zuhörer nach einem abwechslungsreichen Abend nach Hause.

Wanderausstellung TrikotTausch am Schiller 07.06.2014

Vom 21.5. bis 11.6. ist im Foyer der Aula die Wanderausstellung “TrikotTausch” des Vereins Vamos e.V. Münster zu sehen. In dieser Ausstellung werden anlässlich der Fußballweltmeisterschaft  die prekären Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Asien und Lateinamerika sowie Zusammenhänge des Welthandels mit (Sport-)Textilien thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler können auf diese Weise einen aktuellen und exemplarischen Einblick in das Thema Fairtrade erhalten. 

Zwanzig Schülerinnen und Schüler der Klasse 6-8, die im Fairtrade-Schulteam des Schillergymnasiums aktiv sind, haben sich im Vorfeld der Ausstellung an einem Projekttag, der ebenfalls vom Verein Vamos e.V. Münster durchgeführt wurde, eigens in das Thema eingearbeitet. Sie können nun als Multiplikatoren fungieren und z.B. andere Schüler durch die Ausstellung führen.

(Herr Gunderloch)

Schillerschüler als Drehbuchautoren 24.05.2014

Am 22. Mai war der Theaterautor Thomas Richhardt am Schillergymnasium und hat dort sowohl in der Erprobungs- und Mittelstufe als auch in der Oberstufe eine Trainingseinheit zum Schreiben von Drehbüchern durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler wurden mit Hilfe praktischer Übungen durch die Höhen und Tiefen des Dramas geführt und schickten ihre verfassten Minidramen in den Wettbewerb des Theaterhauses Stuttgart im Rahmen des Kinder- und Jugendliteratursommers Baden-Württemberg 2014. Für zusätzliche Höhepunkte können die Schülerinnen und Schüler ihr entdecktes Talent durch die Teilnahme an einer Schreibwerkstatt der Jugendkunstschule im Kreativ-Haus weiter entfalten.

Fit for finance – fit fürs Leben! - SoWi Kurs EF testet Pilot-Version 16.05.2014

Knapp sieben Millionen Menschen gelten in Deutschland als überschuldet. Häufigster Grund, gleich nach Arbeitslosigkeit, ist der falsche Umgang mit Geld. Personen unter 25 Jahre weisen bereits eine durchschnittliche Schuldenhöhe von 8.244€ auf. Grunde für Jugendverschuldung ist oft hohe Konsumausgaben. Verschuldete Jugendliche selbst sind auch der Meinung, zu wenig Aufklärung über den Umgang mit Geld in der Schule bekommen zu haben. Die Initiative „fit for finance“ will diese Bildungslücke schließen und Jugendlichen und jungen Erwachsenen unabhängig von ihrer Schulform und ihrem familiären Umfeld eine lebenspraktische Finanzkompetenz für den Alltag vermitteln.

Dazu hat eine Gruppe von Studierenden, die sich ehrenamtlich bei der internationalen Initiative  enactus engagiert, ein Spiel entwickelt, das auf unterhaltsame Weise die Jugendlichen für einen nachhaltigen Umgang mit Geld sensibilisiert.

Der Sowi-Kurs der EF hat die Pilot-Version getestet – und für gut befunden!

In verschiedenen Phasen wurde ein entsprechendes Budget und der Konsum der Schul-, Ausbildungs- und Berufszeit durchgespielt. Man musste sich entscheiden: Joggen oder Fitness-Studio, Auto oder Fahrrad, Wohnung oder Haus… Je nachdem, ob man bar bezahlen konnte oder auf Raten gekauft hat, entstanden daraus entsprechende Zahlungsverpflichtungen für die nächsten Runden. Aber auch die ungeplanten Einflüsse von Erbschaft, Mahngebühren für verschluderte Rechnungen oder Strafzettel wirkten sich als „risk or fun“ auf die individuelle Finanzsituation aus.

So hatten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, in 90 Minuten Anstöße für viele Situationen zu erhalten, denen sie so oder ähnlich auch im „wirklichen Leben“ ausgesetzt sein könnten. In der Endversion wird es kombinierte Online-Video-Inhalte, die mit dem Smartphone abrufbar sind, Unterlagen für die Lehrer und Eltern, sowie Unterrichtsmaterial zur Nachbereitung des Erlernten geben. Wir freuen uns darauf.

Die Rückmeldungen der Jugendlichen zeigten jedenfalls, dass auch die Probeversion schon Spaß gemacht hat und ihre finanzpolitische Phantasie beflügelte. So lautete ein Tipp an die Studenten: Die Option „Drogen kaufen“ fehlt und wäre eine gute Ergänzung zum Schulden aufbauen!

(Elke Haverland)