Aktuelles

 

Schillerschüler in Périgueux 14.04.2015

16 Schülerinnen und 4 Schüler des Schillergymnasiums im Alter von 11 bis 14 Jahren machten sich am 19. März um 6 Uhr auf, um mit den sie begleitenden Lehrern Frau Allecke und Herrn Schade den Südwesten Frankreichs zu entdecken. Die Fahrt führte somit erstmals tagsüber durch Paris, was es einigen SchülerInnen ermöglichte, den Eiffelturm und Sacré Coeur zu erblicken. Nach rund 15 Stunden Fahrt war das erste Ziel erreicht. Das Collège Anne Frank in Périgueux, wo bereits die Austauschpartner jubelnd warteten.

Am Freitag erkundeten die Schilleraner das Collège, hospitierten im Unterricht und machten Spiele im Deutschunterricht mit ihren Austauschpartnern.

Mittags wurde gemeinsam in der Schulkantine gegessen (fruits, foie, frites, salade, yaourt), bevor es ins Wochenende mit der Familie ging. In kleinen Gruppen erkundeten einige Schilleraner mit ihren Austauschpartnern am Wochenende die Stadt.

Der Montag führte die Gruppe mit ihren französischen Austauschpartnern ins Herz des Vézère-Tals, in die Welthauptstadt der Prähistorie Les Eyzies, wo sie die direkt an den Stein gebaute Felsenburg von Reignac erkunden konnte. Die erstaunlich gut erhaltene Maison forte de Reignac erlaubte einen Blick in steinerne Gefängnisse, Verliese und die Folterkammer.

Anschließend ging es in den Préhistoparc, in dem die intellektuelle und soziale Entwicklung des urzeitlichen Menschen und das Leben im Périgord Nord nachempfunden wurde. Die SchülerInnen verschlug es somit an die Orte, an denen vor 10 000en von Jahren ihre Vorfahren lebten. Sie erlebten live und in Farbe, wie man mit Steinen Feuer entfachen kann und konnten sich darin üben, urzeitliche Waffen zu gebrauchen.

Am Dienstag wurde das Vesunna-Museum inmitten der Stadt Périgueux besucht. Das Picknick nahmen die Schülerinnen mit ihren Lehrern im schönen Jardin des Arènes ein, einem Ort, der einstmals von 20 000 Menschen besucht wurde, um Zeuge von Gladiatorenkämpfen zu werden.

Die Führung durch Périgueux führte unter anderem auf den Turm de la Mataguerre, der einen traumhaften Panoramablick über Périgueux ermöglichte.

Am Mittwochmorgen konnte in kleinen Gruppen der Markt von Périgueux kennen gelernt werden mit seiner großen Fülle an frischen Früchte, Gemüse, Meeresfrüchten und vielen weiteren Dingen.

Der Donnerstag führte uns nach Marsac zur Firma SOCRA, die sich der Renovierung von alten Gebäuden und Statuen verschrieben hat. So erlangten die SchülerInnen z.B. einen Blick auf eine der Originalvorlagen der Freiheitsstatue, deren weniger bekannte und mit 12 Metern etwas kleinere Zwillingsschwester in Paris steht und von SOCRA renoviert wurde. In einem ca. einstündigen Atelier fertigten die SchülerInnen und ihre Begleitung jeweils eigene Mosaiktafeln, die sie mit nach Hause nehmen konnten.

Um 21 Uhr ging es wieder Richtung Münster, wo man am nächsten Tag in der Mittagszeit sicherlich etwas gerädert wieder ankam. Der Abschied fiel vielen schwer, doch hat die Erfahrung gezeigt, dass ein Wiedersehen mit den neuen französischen Freunden möglich ist. Alles in allem war dies eine schöne Woche mit vielen wertvollen Erfahrungen und Erlebnissen.

(Maik Schade)

Schiller Down Under 08.03.2015

Die 25 Teilnehmer des diesjährigen Australien-Austauschprogramms in Kooperation mit der Ferny Grove State High School in Queensland bereiten sich auf ihren Abflug am Montagabend vor. Während des vierwöchigen Aufenthalts werden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und EF von Frau Vogelsang und Herrn Gutsche begleitet.

Spannende Eindrücke ihrer Reise zum fernen Kontinent und Einblicke in das Leben vor Ort werden ab dem 10. März in Form eines Blogs auf schilltralia.tumblr.com zu finden sein.

(Stefan Gutsche)

Museumsbesuch in Duisburg 05.03.2015

Am 05.03.2015 hatten die Kunstkurse der Q2 noch einmal die Gelegenheit, auf ihren letzten Metern zum Abitur mit ihrem Lehrer Herrn Gutsche und der Praktikantin Frau Ganzauge zwei Museen in Duisburg zu besuchen. In der Küppersmühle konnten sie Bilder von Candida Höfer bestaunen, wie auch Darstellungen, in denen Künstler wie Anselm Kiefer malerisch die Teilung der Seemächte zwischen Portugal und Spanien widerspiegelten, anders aber auch moderne Kunst von A.R Penck, die den Verlauf des menschlichen Lebens zeigte oder sich auch mit der Erinnerung des Menschen an seine Existenz befassten, welche die Schüler im Unterricht explizit an Christian Boltanski erarbeiten konnten; so sahen sie auch im Lehmbruck Museum ein Werk von ihm. Doch dort war auch die Plastik „Femme au chariot“ von dem berühmten Künstler Alberto Giacometti zu finden, bei der sie die Gelegenheit hatten, sich kritisch mit der Inszenierung auseinander zu setzen.

(Linda Haverkamp, Q2)

Spotlight - Theater gegen Mobbing, Projekttag der 7. Klassen 02.03.2015

Wo hört Ärgern auf und fängt systematisches Fertigmachen an? Wo sind lockere Sprüche über andere - über deren Aussehen, Verhalten, Eigenarten - nur so zum Spaß und wo fängt gezieltes Ausgrenzen an?

Auch an Schulen ist Mobbing weit verbreitet. Mindestens jedes siebte Kind wird im Laufe seiner Schulzeit Opfer von Mobbing, ebenso viele Schüler üben selbst aktives Mobbing aus. Die Auswirkungen für die Gemobbten sind verheerend: Sie reichen von Angstzuständen und psychosomatischen Erkrankungen über einen starken Leistungsabfall und Gefährdung der Versetzung bis hin zum Schulwechsel oder gar Schulabbruch. Eltern und Lehrer stehen diesen Phänomenen oft ratlos gegenüber, zumal sie vielfach erst sehr spät davon mitbekommen. Aus diesem dringlichen Anlass haben die Pädagogen des asb (arbeitskreis soziale bildung beratung e.v.) ein Theaterstück entwickelt, das zur Weiterarbeit in den Klassen einlädt.

Das theaterpädagogische Team des asb war am 02.03.2015 zu Gast am Schillergymnasium, um das Thema Mobbing mit den 7. Klassen aufzuarbeiten. Im Rahmen des Spotlight-Projekttages setzten sich die Schülerinnen und Schüler unter Einbeziehung theaterpädagogischer Arbeitsformen mit unterschiedlichen Facetten von Mobbing auseinander und entwickelten eigenständig Handlungsmöglichkeiten. Nach einer gemeinsamen Einführung durch ein von den Kursleitern aufgeführtes Theaterstück, wurde später im Klassenverband gearbeitet, um auch gezielt die konkrete Klassensituation beleuchten zu können. Auch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer wurden in die Prozesse eingebunden, so dass die Ergebnisse des Tages nach dem Projekttag aufgegriffen und fortgeführt werden können.

(Frederike Mersch)

Erste-Hilfe-Kurs für Sextaner 06.02.2015

„Erste Hilfe heißt Betreuung“

Trotz des schönen Wetters waren 30 Fünftklässler mit Begeisterung am Freitagnachmittag bereit,sich mit den Grundlagen der Ersten Hilfe vertraut zu machen. Auf Anregung einer Mutter kam ein Team vom Roten Kreuz ins Schillergymnasium und vermittelte den SchülerInnen, dass erste Hilfe bereits mit der Betreuung von Verletzten beginnt. „Ihr alle habt schon erste Hilfe geleistet, wenn ihr jemanden getröstet habt oder  wenn ihr jemandem ein Pflaster auf eine Wunde geklebt habt.“ Mit diesen Worten nahm Vicenzo Pirone den Teilnehmenden die Scheu vor Erste-Hilfe-Situationen, die sicher auch viele Erwachsene kennen.

Die drei A – Ansprechen, Anschauen, Anfassen – entscheiden darüber, wie man weiter vorgehensollte. Atmet die Person noch, reicht die stabile Seitenlage und eine Decke bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Offene Wunden sollen natürlich versorgt werden und so übten die Schüler mit großem Ernst das Anlegen von Verbänden. Die Wiederbelebung bei Atemstillstand wurde an einer Puppe geübt und es zeigte sich, dass eine Reihe von Kindern beim Weltrekord der Wiederbelebungsübung auf dem Schlossplatz dabei gewesen sind und den Dreischritt „Prüfen, Rufen, Drücken“ noch gut beherrschten.

Vincenzo Pirone, Honorarlehrkraft beim Roten Kreuz, freute sich über das Engagement der Schüler und hofft auf diese Weise, ihnen die Unsicherheit und Angst vor Unfallsituationen nehmen zu können und dem Zeitgeist des Wegschauens entgegenwirken zu können. Unterstützt wurde er dabei durch die FSJler Cassandra Hoffmann und Frolian Bruun sowie zwei Neuntklässlerinnen des Schillergymnasiums, die zurzeit ihr Praktikum beim Roten Kreuz absolvieren. So konnten die Kinder mit viel Eigenaktivität eine Menge praktischer Erfahrungen sammeln. Und vielleicht wird ja der ein oder andere der jungen Ersthelfer demnächst auch das Schulsanitäts-Team am Schiller verstärken!

(Elke Haverland)