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Athenfahrt 2009 mit Nachspiel in London

Der stadtweite Griechischkurs, der am Schillergymnasium zum Schuljahr 2007/08 startete, hat im Frühjahr 2009 eine Fahrt nach Athen unternommen. Hier ein kurzer Bericht:

Die diesjährigen Osterferien begannen für den Griechischkurs mit einer Fahrt nach Athen, wo wir am Samstag, dem 4.4. im späten Vormittag eintrafen. Unmittelbar nach dem Einchecken im Hotel begann unser umfangreiches Programm, das uns zunächst auf die Akropolis führte. Die griechische und römische Agora gehörten ebenso zum weiteren Programm wie der Kerameikos und das archäologische Nationalmuseum. Strömendem Regen verdanken wir den zusätzlichen Aufenthalt im Benakimuseum und dem Museum für Kykladische Kunst.

Das Wetter bescherte uns zwar keinen der legendären Sonnenuntergänge am Kap Sounion, aber auch ohne Sonne beeindruckte uns der Tempel mit seiner herrlichen Lage. Unvergesslich bleiben uns auch die Ausblicke auf Athen vom Philopappos-Hügel und vom Lykavittos, den wir nach langen Stunden im Museum zum Abschluss erklommen. Dass uns die griechische Küche verwöhnte und wir als Gruppe obendrein viel Freude hatten, muss wohl kaum extra erwähnt werden. Eine beeindruckende Reise – und eigentlich möchten wir jetzt gerne noch zu den Elgin marbles nach London!

Diesen Wunsch konnten wir dann nach dem Abitur am 7. Juli 2010 umsetzen:

Aufgepasst: Griechischkurs in London!

Es war zunächst einfach nur eine Idee: wir hatten im April 2009 die Akropolis besichtigt und überhaupt einige eindrucksvolle Tage in der griechischen Hauptstadt verbracht: Streifzüge durch diverse Museen gehörten ebenso dazu wie der Genuss, die Burg vom Philopappos und vom Lykabettos zu betrachten, ganz Athen lag vor uns und nach kurzer Zeit mussten wir schon wieder zurück!  Dann kam die Idee im Zug von Düsseldorf nach Münster: eine schöne Reise verlangt nach Wiederholung oder Fortsetzung: Da eine Wiederholung ausgeschlossen war (schließlich waren wir eine Gruppe, die sich aus Schülerinnen und Schülern von 7 verschiedenen Schulen zusammensetzte, deren Aktivitäten durch das im Frühjahr 2010 drohende Abitur deutlich eingeschränkt waren) konnten wir nur anknüpfen: Wir haben doch die Reliefs des Parthenontempels nicht gesehen! (Bekanntlich war das alte Akropolismuseum im Frühjahr 2009 geschlossen und das neue noch nicht eröffnet und außerdem befinden sich große Teile des Reliefschmucks im British Museum).

Also fehlte uns ein ganz entscheidender Blick auf ganz großartige Kunst und das musste geändert werden. So entschlossen wir uns, für einen Tag nach London zu fliegen, um im Britischen Museum die Elgin marbles, also die Originale vom Parthenon, die Lord Elgin im 19. Jhdt. erworben hat, aus nächster Nähe anzusehen. Der Plan musste dann mangels günstiger Flüge und diverser Terminschwierigkeiten mehrmals verschoben werden, aber endlich bot sich uns der 7. Juli 2010 (nachdem das Abitur bereits hinter allen lag) als letzte Möglichkeit an, unseren Traum vom Originalmarmor in die Wirklichkeit umzusetzen.

(Graecum MMX kurz vor dem Abflug in Dortmund)

Früh waren wir damals nach Athen aufgebrochen (Treffpunkt MS HBF um 0.50) und früh ging es auch nach London: Easy Jet flog um 6.50 Uhr von Dortmund nach London Luton, wo wir kurz nach sieben Ortszeit eintrafen. Ein Zug brachte uns nach Kings Cross Station (leider nicht zum Gleis .9. 3/4.) und von dort ging es mit der tube zum Ziel.

Die Öffnungszeiten waren so gnädig, dass wir sogar noch frühstücken konnten, bevor uns die Heiligen Hallen empfingen, in denen wir dann mehrere Stunden verbrachten, um zunächst die heiß ersehnten Reliefs und dann auch noch diverse andere Altertümer anzuschauen.

Am Ziel bei den Elgin Marbles:

Nach dem Museumsbesuch blieb noch Zeit, sich in London ein wenig umzutun und gegen 17.00 Uhr traten wir die Rückreise zunächst nach Luton und von dort nach Dortmund an, von wo aus wir dann während der 2. Halbzeit des Halbfinales Deutschland-Spanien zurückfuhren. Das Fußballergebnis konnte natürlich  unsere Freude über den gelungenen Tag nicht mildern: ein kleines Bildungsabenteuer zum Abschluss des stadtweiten Griechischkurses.

Dass der Tag nicht auch finanziell für uns zum Abenteuer wurde, verdanken wir der großzügigen Unterstützung durch die Kuhraustiftung des Schillergymnasiums und den Verein "Alte Sprachen für junge Leute", bei denen wir uns mit diesem Bericht ganz herzlich für einen gelungenen Tag auf den Spuren der Antike bedanken.